Kategorie: MaRisk

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Angemessene Übergangsfristen bei Mitarbeiterwechsel und Erweiterung der Anforderungen im Neu-Produkt-Prozess

Zwei weitere Bausteine der MaRisk-Novelle sind die Themenkomplexe „Cooling-Off“ und der Neu-Produkt-Prozess. Die bereits bestehenden Anforderungen im Zusammenhang mit nicht miteinander vereinbaren Tätigkeiten bzw. Funktionstrennung werden für Mitarbeiter im Konsultationsentwurf um eine Übergangsfrist (Cooling-Off-Periode) zur Vermeidung von Selbstprüfungen ergänzt. Der Neu-Produkt-Prozess wird um eine jährliche Überprüfung erweitert. Darüber hinaus wird nun explizit eine Produktliste durch die MaRisk gefordert. Diese Erweiterungen stellen einerseits ergänzende Anforderungen dar, andererseits fixieren sie auch die gelebte bzw. bislang schon von der Bankenaufsicht erwartete Praxis.

Risikoberichterstattung – Bündelung der MaRisk-Anforderungen im neuen Modul „BT 3“

Im Konsultationsentwurf zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (BA) vom 18. Februar 2016 hat die Aufsicht die Anforderungen zur (Risiko)Berichterstattung an zentraler Stelle in dem neuen Modul „BT 3“ gebündelt. Neu ist insbesondere, dass im Abschnitt BT 3.4 spezifische Anforderungen an die Berichterstattung für die Markt- und Handelseinheiten aufgenommen wurden und damit eine Berichtspflicht nach MaRisk festgelegt wird.

Die Geschäftsleitung der Institute wird gefordert – Förderung der Risikokultur

„Entwicklung, Förderung und Integration einer angemessenen Risikokultur innerhalb des Instituts und der Gruppe“ [1] – so fordert es nun auch der Konsultationsentwurf der MaRisk Novelle 2016. Das Thema Risikokultur hatten die nationalen und internationalen Aufseher in der Vergangenheit immer wieder in den Mittelpunkt gestellt, wobei insbesondere das Erfordernis einer wirksamen Kontrolle der Risiken durch die verschiedenen Leitungsorgane betont wurde. Deshalb finden sich die Anforderungen zur Risikokultur nun auch in dem AT 3 – Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung – an sehr prominenter Stelle in den MaRisk (Entwurf) wieder.

Neue Herausforderungen durch die MaRisk-Novelle 2016

Am 19. Februar 2016 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das Konsultationspapier (02/2016) zur fünften Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Kreditinstituten (MaRisk BA) veröffentlicht. Nachdem die letzte Novellierung im Jahr 2012 bereits einige Zeit zurückliegt, war es aus Sicht der Aufsicht erforderlich, zwischenzeitlich in den Fokus gerückte Themen zum Risikomanagement, insbesondere Risikodatenaggregation und Risikoberichterstattung, Risikokultur und Auslagerungen, in eine neue Überarbeitung des Rundschreibens einfließen zu lassen.

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