Kategorie: Risikomanagement

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EZB Klimarisiko-Stresstest 2022

Hintergrund

Am 18. Oktober 2021 veröffentlichte die EZB ihre Methodik fĂĽr den Klimarisiko-Stresstest 2022. Die EZB betrachtet den Klimarisiko-Stresstest als Ăśbung fĂĽr Banken und Aufsichtsbehörden gleicher-maĂźen. Ziel der Analysen ist insbesondere die Identifizierung und Erhebung von Klimarisiken, Schwachstellen, Best Practices der Branche und Herausforderungen der Banken insbesondere im Hinblick auf die DatenverfĂĽgbarkeit und -qualität sowie der abschlieĂźende Vergleich der Stresstest-ergebnisse der Institute.  Die EZB wird die institutsspezifischen Ergebnisse aus dem Klimarisiko-Stresstest 2022 zusammen mit der Umsetzung anderer EZB-Aufsichtsinitiativen wie z.B. dem EZB Leitfaden im Umgang mit Klima-und Umweltrisiken im Jahr 2022 bewerten. Die Ergebnisse des Stresstests werden in den „Supervisory Review and Evaluation Process“ (SREP) im Jahr 2022 einflieĂźen.

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Erweiterungen zu den Vorschriften zum Organkredit §15 KWG durch das Risikoreduzierungsgesetzes – Schreiben der BaFin an die Spitzenverbände vom 14. September 2021

Im Rahmen des Risikoreduzierungsgesetzes vom 29. Dezember 2020 wurden durch eine Anpassung des § 15 KWG auch die Vorschriften zu Organkrediten geändert. Wesentliche Änderungen waren die Ausweitung des „engeren Kreises“ der Organmitglieder, die den Beschränkungen des § 15 KWG unterliegen sowie Ausweitung dieser Beschränkungen nicht nur auf Kredite, sondern auch auf andere Geschäfte der Kreditinstitute (siehe dazu Risk Blog Beitrag: „Risikoreduzierungsgesetz 2020 – Auswirkungen auf die bankbetriebliche Praxis von Organkrediten“ vom 23. April 2021).

In der Praxis ergaben sich zahlreiche Auslegungsfragen. Darauf hat die BaFin mit Schreiben vom 14. September 2021 an die Spitzenverbände der deutschen Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute reagiert. Das Schreiben bezieht sich auf zahlreiche Einzelfragen der Deutschen Kreditwirtschaft, deren Antworten zwischen BaFin und Bundesbank abgestimmt sind. Insgesamt handelt es sich um 27 Fragen und Antworten zu den geänderten Organkreditbestimmungen. Dazu hat die BaFin Vorgaben für die Prüfung der Marktmäßigkeit für Geschäfte des Instituts nach § 15 Abs. 6 KWG sowie ein Muster eines Vorratsbeschlusses für Personenorgangeschäfte nach § 15 Abs. 6 KWG – jeweils in einer eigenen Anlage – formuliert.

Im Folgenden fassen wir fĂĽr Sie die wesentlichen Inhalte im Ăśberblick zusammen. FĂĽr die konkreten Formulierungen der BaFin sei auf das der Bankenpraxis vorliegende Schreiben vom 14. September 2021 verwiesen.

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Dem Klimawandel hinterher – EZB zieht ernüchternde Bilanz aus den Self Assessments der Institute zu Klima- und Umweltrisiken

Hintergrund

Im November 2020 veröffentlichte die EZB ihren Leitfaden zu Klima- und Umweltrisiken und formulierte in diesen 13 aufsichtsrechtliche Erwartungen an Banken. In der Folge forderte die EZB die Banken zu einer Selbsteinschätzung in Bezug auf den gegenwärtigen Stand der Erfüllung der 13 Erwartungen auf (Self Assessment). Ferner verlangte die EZB von den Instituten die Entwicklung von Maßnahmenplänen zur vollständigen Umsetzung dieser Erwartungen.

Im August 2021 veröffentlichte die EZB in ihrem August-Newsletter die ersten Ergebnisse ihrer Auswertung der Self-Assessments. Die EZB konstatiert, dass sich die Banken mit Klima- und Umweltrisiken noch nicht ausreichend auseinandergesetzt und auch die Handlungsfelder noch nicht ausreichend konkret ermittelt haben. So haben sich aus Sicht der EZB nur etwa 1/3 der Banken die relevanten Themen hinreichend granular beleuchtet, während die Mehrzahl der Institute bisher nur unzureichende Analysen und Schritte zur Erfüllung der Anforderungen unternommen haben.

Insgesamt ist die EZB mit dem aktuellen Stand nicht zufrieden: die Banken seien zu langsam in der Anpassung ihrer derzeitigen Praktiken fĂĽr das Management und die Offenlegung von Klima- und Umweltrisiken und wĂĽrden die Erwartungen der EZB mit diesem Tempo in absehbarer Zeit nicht erfĂĽllen.

Veröffentlichung der 6. MaRisk-Novelle

Eine kombinierte Reihe der PwC Blogs zu Risk und Regulatory

Am 16. August 2021 hat die BaFin die 6. Novelle ihrer Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Banken (MaRisk) veröffentlicht. Darin hat sie insbesondere die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zu notleidenden und gestundeten Risikopositionen sowie die EBA Leitlinien zu Auslagerungen umgesetzt. Daneben wurden auch einzelne Anforderungen aus den EBA-Leitlinien zum Management von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Sicherheitsrisiken einbezogen.

Nur alter Wein in neuen Schläuchen?  Mitnichten: GegenĂĽber den KonsultationsentwĂĽrfen haben sich zahlreiche Ă„nderungen und Klarstellungen ergeben. Die wesentlichen Ă„nderungen betreffen:

  • den Umgang mit notleidenden Forderungen
  • den gesamten Auslagerungszyklus von der Risikoanalyse ĂĽber die Ausgestaltung des Auslagerungsvertrags bis hin zur Steuerung und Ăśberwachung der Risiken der Auslagerung
  • Risikosteuerungs- und -controllingprozesse, IT- und Notfallmanagement, Risikotragfähigkeitsrechnungen und Stresstests
  • Datenmanagement, Datenqualität, und Aggregation von Risikodaten

Was dies im Einzelnen für die Institute bedeutet und welche Herausforderungen im Rahmen der bevorstehenden Umsetzung der jeweiligen Vorgaben auf die Institute zukommen, stellen wir Ihnen in einer kombinierten Reihe in unseren PwC Blogs zu Risk und Regulatory vor. Sie finden ausführliche Informationen zu diesen Themen in den folgenden Beiträgen (die Verlinkungen werden jeweils freigeschaltet, sobald die Beiträge veröffentlicht wurden):

 

6. MaRisk Novelle – Umgang mit notleidenden Forderungen

Die zentrale Änderung der 6. MaRisk Novelle mit Bezug zum Kreditgeschäft ist die Umsetzung der im Oktober 2018 veröffentlichten EBA-Leitlinien für das Management notleidender und gestundeter Risikopositionen in deutsches Recht. Es ergeben sich damit umfangreiche neue Anforderungen an die Prozesse in der Problemkreditbearbeitung, dem Risikomanagement und dem Rechnungswesen.

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6. MaRisk Novelle – Erweiterung des Anwendungsbereichs bei Datenmanagement, Datenqualität und Datenaggregation (AT 4.3.4)

Mit der 2017 veröffentlichten fünften MaRisk Novelle wurden weite Teile aus BCBS 239 in die MaRisk übernommen: Datenmanagement, Datenqualität und Datenaggregation in AT 4.3.4 und Berichterstattung in BT 3.

Die Erfüllung von AT 4.3.4 war bisher nur für systemrelevante Institute gem. § 10f bzw. § 10g KWG verpflichtend. Durch die Anpassung von AT 1 Tz. 6 wird der Anwendungsbereich der MaRisk auf bedeutende Institute gem. Artikel 6 der Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates vom 15. Oktober 2013 (SSM-Verordnung), d.h. auf alle direkt von der EZB beaufsichtigten Institute, erweitert.

Damit rĂĽcken nun neben den zuvor betroffenen systemrelevanten Instituten alle bedeutenden Institute, d.h. Institute unter direkter Aufsicht der EZB in den Anwendungsbereich von AT 4.3.4.

Wir erläutern Ihnen im folgenden Artikel, welche Auswirkungen dies für die betroffenen Institute hat und welche Handlungsbedarfe sich ergeben.

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6. MaRisk Novelle – Änderungen bei IT- und Notfallmanagement, Risikotragfähigkeit und Risikosteuerung

Zusätzlich zu den beiden Schwerpunktthemen der 6. MaRisk Novelle NPL-Management und Auslagerung wurde eine Reihe weiterer ergänzender Konkretisierungen und neuer Anforderungen aufgenommen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Anpassungen der MaRisk vor dem Hintergrund der EBA-Leitlinien für das Management von IKT- und Sicherheitsrisiken (AT 7), Präzisierungen in Bezug auf die Anforderungen an Risikotragfähigkeits- und Stresstestkonzepte (AT 4) sowie Anpassungen und Ergänzungen im Hinblick auf die Anforderungen an die Risikosteuerungs- und -controllingprozesse (BTR).

Nachfolgend geben wir Ihnen einen Ăśberblick ĂĽber diese sonstigen Ă„nderungen, die im Rahmen der 6. MaRisk Novelle aufgegriffen wurden.

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Die größten Herausforderungen für ein erfolgreiches EZB Onboarding

Ein Wechsel in der direkten Beaufsichtigung von der BaFin zur EZB stellt Kreditinstitute vor besondere Herausforderungen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Handlungsfelder und Maßnahmen auf, damit Sie sich optimal auf ein EZB Onboarding vorbereiten können.

Was sind die zentralen Handlungsfelder im EZB Onboarding?

Mit der SSM-Verordnung[1] hat die EU im Jahr 2013 einen einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) für Kreditinstitute geschaffen, im Rahmen dessen die EZB und die national zuständigen Behörden (National Competent Authority – NCA) abgestimmt agieren. Ob ein Institut im SSM unter der direkten Beaufsichtigung durch die EZB oder der NCA steht, richtet sich nach seiner Einstufung als bedeutendes beaufsichtigtes Institut (Significant Institution – SI) oder weniger bedeutendes beaufsichtigtes Institut (Less Significant Institution – LSI). Bei einem Wechsel der Einstufung und damit verbunden einer EZB-Beaufsichtigung sollten Institute umfassende Vorbereitungsmaßnahmen durchführen, welche insbesondere in die folgenden Handlungsfelder fallen:

  • Comprehensive Assessment
  • Implementierung von höheren und zusätzlichen aufsichtlichen Anforderungen
  • Intensivere laufende Ăśberwachung

EBA Leitlinien zur Kreditvergabe und -ĂĽberwachung fĂĽr BaFin beaufsichtigte Institute

Die EBA Leitlinien zur Kreditvergabe und -ĂĽberwachung verkörpern eine Zeitenwende der europäischen Bankenaufsicht im Kerngeschäft der Banken. In ihrer Breite und Detaillierung senden sie klare Signale an die nationalen Aufsichtsbehörden und liefern damit einen Vorgeschmack auf bevorstehende MaRisk-Novellen. Denn auch die prinzipienorientierte deutsche Aufsicht wird sich an den neuen Vorgaben orientieren. Was Bankpraktiker hierzulande nun beachten sollten, erfahren Sie in unserer Blog-Reihe zur Umsetzung der neuen EBA Leitlinien in das deutsche Aufsichtsrecht. 

In weiteren Veröffentlichungen gehen unsere Experten für Sie in den kommenden Wochen auf ausgewählte Aspekte der Leitlinien ein und beleuchten die besonderen Herausforderungen, die sich aus der bevorstehenden Umsetzung für direkt beaufsichtigte Institute auf allen betroffenen Ebenen ergeben werden.