Kategorie: Risikomanagement

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EBA veröffentlicht “Guidelines on management of non-performing and forborne exposures”

Non-Performing Exposures (NPE) rücken bei den Europäischen Aufsichtsbehörden und dem Gesetzgeber immer weiter in den Fokus. So hat die Europäische Bankenaufsicht (EBA) am 31. Oktober 2018 die “Guidelines on management of non-performing and forborne exposures” mit mehr als 200 Einzelanforderungen veröffentlicht. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Banken in der EU – und damit mehr als 6.000 Institute – angemessene Steuerungsinstrumente für NPE einsetzen und ein gezielter Abbau hoher NPE-Bestände erfolgt. Bereits im März 2017 hatte die EZB ihren Leitfaden zu notleidenden Krediten veröffentlicht, der sich an die von ihr direkt beaufsichtigten Institute wendet. Die EU-Kommission arbeitet zudem an einem Prudential Backstop für eine frühzeitige, aufsichtsrechtliche NPE-Kapitalvorsorge. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch gestiegene Anforderungen an die FinRep-Berichterstattung.

Robotic Process Automation (RPA) – Anwendbarkeit im Risikomanagement

Prozessautomatisierung mittels RPA kann wesentlich dazu beitragen, Kosten in Finanzinstituten zu senken und damit die Nettoerträge zu steigern. Nachdem sich die meisten Finanzhäuser in einem ersten Schritt mit der Technologie vertraut gemacht haben, setzen viele im nächsten die „Software Bots“ bereits gezielt ein. Wie erwartet berichten sie von hohen Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen – stoßen aber bei der Integration der digitalen Arbeitskräfte in die bestehenden Geschäftsprozesse auch auf nicht unerhebliche Probleme (What PwC’s 2017 survey tells us about RPA in financial services today).

Neue Verordnung zur Einreichung von Finanz- und Risikotragfähigkeitsinformationen (FinaRisikoV)

Am 4. Juli 2018 wurde die Verordnung zur Änderung der Finanz- und Risikotragfähigkeitsinformationenverordnung (FinaRisikoV) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die überarbeitete FinaRisikoV ist damit zum 13. Juli 2018 in Kraft getreten und gilt für die Meldungen der Finanzinstitute. Für die Anwendung der neuen Meldebögen wurde eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2018 gewährt, Erleichterungen können teilweise sofort in Anspruch genommen werden.

RS 9/2018 (BA) – Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch

Am 12. Juni 2018 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die neue Fassung ihres Rundschreibens zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch – RS 9/2018 (BA) – veröffentlicht. Dieses ersetzt das bisher gültige Rundschreiben 11/2011 (BA) und ist somit ab sofort von allen deutschen Kreditinstituten[1] anzuwenden.

EZB veröffentlicht Entwürfe der ICAAP und ILAAP Leitfäden

Am 2. März 2018 wurden von der EZB aktualisierte Entwürfe der SSM-Leitfäden zum ICAAP und zum ILAAP veröffentlicht. Die jetzt vorgelegten Entwürfe stellen eine Weiterentwicklung des bereits im Februar 2017 veröffentlichten Mehrjahresplans für die SSM-Leitfäden zum ICAAP und zum ILAAP dar (siehe Blog vom 6. April 2017). Nach Finalisierung sollen die Leitfäden die von der EZB im Rahmen der Abfrage der ICAAP- und ILAAP-Informationen aufgestellten aufsichtlichen Erwartungen an den ICAAP und den ILAAP ablösen (siehe dazu EZB-Brief von Danièle Nouy vom 12. Januar 2016 bzw. die “Technical implementation of the EBA Guidelines on ICAAP and ILAAP information collected for SREP purposes” vom 21. Februar 2017).

PwC-Studie: Risk mandate and organisation – A radical change agenda

Banken haben erkannt, dass sich Risikomanagement-Funktionen mit den Veränderungen des Risiko- und Geschäftsumfelds entwickeln müssen. PwC hat im Rahmen der Studie Risk mandate and organisation: A radical change agenda die Fokussierung auf folgende drei Schlüsselthemen beobachtet:

  • Werden ausreichende Ressourcen für neue Risiken allokiert?
  • Werden neue Technologien wirksam und optimal genutzt?
  • Sind Risikoanalysen verfügbar, um wichtige Geschäftsentscheidungen zu unterstützen?

MaRisk Novelle 2017: Diese Neuerungen – Klarstellungen – sind sofort umzusetzen

Am 27. Oktober 2017 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die neuen Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk) bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang haben wir bereits über die wesentlichen Neuerungen am 27. Oktober 2017 berichtet (vgl. unseren Blogbeitrag Finale MaRisk 2017). Wie erwartet differenziert die BaFin in den MaRisk hinsichtlich der Umsetzungsfristen nach

  • Klarstellungen, die keine neuen Regelungsinhalte mit sich bringen und lediglich die existierende Verwaltungspraxis widerspiegeln bzw. verdeutlichen,
  • Umsetzungsfristen für den Bereich AT 4.3.4 (Risikodatenaggregationen) und
  • Neuerungen, d.h. alle sonstigen Änderungen.

Erkenntnisse aus dem EZB-Stresstest 2017

Zinsänderungsrisiken im Bankbuch sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld weiter auf der Agenda der Aufsicht. Entsprechend hat die EZB im Frühjahr dieses Jahres eine Sensitivitätsanalyse zu Zinsänderungsrisiken im Bankbuch gestartet, an der 111 Institute teilgenommen haben (vgl. unseren Blogbeitrag vom 10. März 2017). Die Ergebnisse der Analyse wurden kürzlich veröffentlicht. Nachfolgend fassen wir diese kurz zusammen und leiten etwaigen Handlungsbedarf ab.