Kategorie: Risikomanagement

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Meldungen zur Risikotragfähigkeit konkretisiert

Ab 2015 müssen Kreditinstitute und übergeordnete Unternehmen erstmals Informationen zu ihrer Risikotragfähigkeit und den Verfahren zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit an die Deutsche Bundesbank melden. Zur Konkretisierung der Pflichten wurde am 19. Dezember 2014 die FinaRisikoV (Verordnung zur Einreichung von Finanz- und Risikotragfähigkeitsinformationen nach dem Kreditwesengesetz) erlassen, die die bisherige FinaV (Finanzinformationenverordnung) ersetzt. Im Februar 2015 hat die Aufsicht ergänzend eine Allgemeinverfügung zur Einreichung von Informationen zur Risikotragfähigkeit (BaFin) sowie ein Merkblatt für die Meldungen gemäß §§ 10, 11 FinaRisikoV (Deutsche Bundesbank) veröffentlicht. Nachfolgend geben wir einen kurzen Überblick über die Inhalte der Regelungen.

Contingent Convertibles: Wesentliche Risiken (ESMA Veröffentlichung)

Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds) werden aktuell vermehrt durch Banken emittiert, um den entsprechenden Eigenkapitalanforderungen der aufsichtsrechtlichen Organe Rechnung zu tragen. Contingent Convertible Bonds sind hierbei unbefristete, meist festverzinsliche Schuldverschreibungen, die zwingend entweder in Gesellschaftsanteile – überwiegend in Form von Aktien – umzuwandeln oder aber dauerhaft bzw. vorübergehend abzuschreiben sind. Diese Wandlung erfolgt auf Grundlage von bestimmten Triggern, die in den Emissionsbedingungen festgelegt sind.

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA äußerte sich auf ihrer Internetseite in einer Stellungnahme an institutionelle Investoren zu den potenziellen Risiken bei Investitionen in CoCo-Bonds, die auch die Bewertung und die Abbildung im Risikomanagement zu einer komplexen und schwierigen Aufgabe machen.

Elemente des Supervisory Review and Evaluation Process

Zu dem Entwurf der European Banking Authority (EBA) vom 07. Juli 2014 “Guidelines for common procedures and methodologies for the supervisory review and evaluation process (SREP)” werden im Regulatory Blog Hintergrund, Struktur und die Elemente dargestellt.

Hier geht es direkt zum BeitragNeuer Rahmen für die aufsichtliche Prüfung und Bewertung – Supervisory Review and Evaluation Process

Qualitative und quantitative Indikatoren in Sanierungsplänen (EBA Konsultationspapier)

Die BaFin hat mit den Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von Sanierungsplänen (MaSan) bereits am 25.April 2014 auf der Grundlage der §§ 47 und 47a KWG einen flexiblen und praxisnahen Rahmen für die Ausgestaltung von Sanierungsplänen geschaffen.

Neben diesen auf nationaler Ebene einschlägigen Normen werden durch die European Banking Authority (EBA) ebenfalls Regelungen erarbeitet, welche die Anforderungen an Sanierungspläne auf europäischer Ebene kodifizieren. Zielstellung dieser Veröffentlichungen ist es, einen einheitlichen Rahmen für die in der Richtlinie 2014/59/EU (Bank Recovery and Resolution Directive) verankerten gesetzlichen Regelungen zu definieren. In diesem Zusammenhang wurden bereits einzelne Technical Standards und Guidelines veröffentlicht, welche u.a. die in einem Sanierungsplan darzustellenden wesentlichen Inhalte und Informationen (Final Draft EBA/RTS/2014/11) sowie Anforderungen an die in den Sanierungsplänen darzustellenden Szenarien (EBA/GL/2014/06) regeln.

Am 26.September 2014 wurde von Seiten der EBA nunmehr ein Konsultationspapier publiziert (EBA/CP/2014/28), welches Normen zu den in einem Sanierungsplan festzulegenden qualitativen und quantitativen Indikatoren umfasst. Darin wird gefordert, dass Institute mindestens Indikatoren für die Risikodimensionen Kapital, Liquidität, Profitabilität und Asset Quality festzulegen haben. Daneben sollten auch „market based indicators“ sowie „macroeconomic based indicators“ bestimmt werden, sofern diese für das Risikoprofil, die Rechtsstruktur oder in Bezug auf die Institutsgröße relevant sind.

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