Risk Blog

PwC-Studie: Risk mandate and organisation – A radical change agenda

Banken haben erkannt, dass sich Risikomanagement-Funktionen mit den Veränderungen des Risiko- und Geschäftsumfelds entwickeln müssen. PwC hat im Rahmen der Studie Risk mandate and organisation: A radical change agenda die Fokussierung auf folgende drei Schlüsselthemen beobachtet:

  • Werden ausreichende Ressourcen für neue Risiken allokiert?
  • Werden neue Technologien wirksam und optimal genutzt?
  • Sind Risikoanalysen verfügbar, um wichtige Geschäftsentscheidungen zu unterstützen?

Ergänzung zum EZB-Leitfaden für non-performing loans (NPLs)

Die EZB hat am 4. Oktober 2017 eine Konsultation zur Ergänzung ihres am 20. März 2017 veröffentlichten Leitfadens zum Umgang mit notleidenden Krediten (non-performing loans bzw. „NPLs“) gestartet. Darin beschreibt die EZB die aufsichtlichen Erwartungen an die direkt von ihr beaufsichtigten Institute (systemrelevante Institute bzw. „SIs“) hinsichtlich eines Mindestmaßes an aufsichtlicher Risikovorsorge für neue NPLs, also Kredite, die gemäß der Definition der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ab dem 1. Januar 2018 als notleidend eingestuft werden. Die Konsultationsphase endet am 8. Dezember 2017. Am 30. November hatte die EZB eine öffentliche Anhörung zu diesem Thema durchgeführt. Zudem stellt die EZB bis zum Ende des ersten Quartals 2018 weitere Maßnahmen sowie angemessene Übergangsregelungen für den Umgang mit aktuellen NPL-Beständen vor[1].

Konsultationspapier „Guidelines on common procedures and methodologies for the SREP“ veröffentlicht

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat am 31. Oktober 2017 das Konsultationspapier „Draft Guidelines on the revised common procedures and methodologies for the supervisory review and evaluation process (SREP) and supervisory stress testing“ (EBA/CP/2017/18) veröffentlicht. Die Überarbeitungen konzentrieren sich auf Erweiterungen der EBA-Richtlinien zu Stresstests und der Verwendung und Festlegung von Säule-2-Kapitalempfehlungen (Pillar 2 guidance / P2G). Die Konsultationsphase endet am 31. Januar 2018.

MaRisk Novelle 2017: Diese Neuerungen – Klarstellungen – sind sofort umzusetzen

Am 27. Oktober 2017 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die neuen Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk) bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang haben wir bereits über die wesentlichen Neuerungen am 27. Oktober 2017 berichtet (vgl. unseren Blogbeitrag Finale MaRisk 2017). Wie erwartet differenziert die BaFin in den MaRisk hinsichtlich der Umsetzungsfristen nach

  • Klarstellungen, die keine neuen Regelungsinhalte mit sich bringen und lediglich die existierende Verwaltungspraxis widerspiegeln bzw. verdeutlichen,
  • Umsetzungsfristen für den Bereich AT 4.3.4 (Risikodatenaggregationen) und
  • Neuerungen, d.h. alle sonstigen Änderungen.

Erkenntnisse aus dem EZB-Stresstest 2017

Zinsänderungsrisiken im Bankbuch sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld weiter auf der Agenda der Aufsicht. Entsprechend hat die EZB im Frühjahr dieses Jahres eine Sensitivitätsanalyse zu Zinsänderungsrisiken im Bankbuch gestartet, an der 111 Institute teilgenommen haben (vgl. unseren Blogbeitrag vom 10. März 2017). Die Ergebnisse der Analyse wurden kürzlich veröffentlicht. Nachfolgend fassen wir diese kurz zusammen und leiten etwaigen Handlungsbedarf ab.

Finale MaRisk 2017

Die finale Fassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wurde am 27. Oktober 2017 von der BaFin veröffentlicht. Nachdem die letzte Novellierung bereits in 2012 erfolgte, war es aus Sicht der Aufsicht erforderlich, zur Umsetzung internationaler Anforderungen und zur Angleichung an die aktuelle Best Practice eine Überarbeitung vorzunehmen (vgl. unseren Blogbeitrag vom 22. Februar 2016 Neue Herausforderungen durch die MaRisk-Novelle 2016 – PwC Risk Blog).

Die MaRisk 2017 beinhalten zahlreiche Klarstellungen und Ergänzungen, aber auch neue Themenfelder mit weitreichenden Konsequenzen für die Institute. Die Umsetzungsfristen reichen wie in der Vergangenheit – themenbezogen – von „unmittelbar verpflichtend“ bis zu drei Jahre.

Neue Verordnung zur Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen (ImmoKWPLV)

Deutsche Kreditinstitute, die vor allem Immobilienfinanzierungen an Verbraucher ausgeben, erhalten künftig für die Durchführung der Kreditwürdigkeitsprüfung bei diesen Baufinanzierungen eine Konkretisierung der Regelungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Die neue „Verordnung zur Festlegung von Leitlinien zu den Kriterien und Methoden der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen“ soll die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie[1] in der Praxis klarstellen[2]. Bislang liegt ein Referentenentwurf der Verordnung vor, zu dem u.a. die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) Stellung genommen hat.

Neuer Leitfaden Risikotragfähigkeit – Konsultation der BaFin

Die BaFin hat – wie schon bei der Vorstellung des nationalen SREP-Konzepts im Mai 2016 bekannt gegeben – den Leitfaden „Aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte“[1] inhaltlich und strukturell überarbeitet und am 6. September 2017 veröffentlicht. Nachfolgend geben wir einen kurzen Überblick über die wesentlichen Neuerungen des Diskussionspapiers mit dem Titel „Aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung (ICAAP) – Neuausrichtung“. Ausführlichere Analysen, auch im Verhältnis zu den europäischen Regelungen, werden wir in späteren Blogbeiträgen veröffentlichen.

Neuer Action Plan für Non-Performing Loans

Nachdem die EBA bereits in 2014 den Begriff der Non-Performing-Exposures definiert hat, wurde von der EZB am 20. März 2017 die finale Fassung des Leitfadens zum Umgang mit notleidenden Krediten (siehe unser Blogbeitrag vom 4. Mai 2017) sowie im Juni eine Bestandsaufnahme der EBA zu den nationalen Status Quo im Umgang mit Non-Performing Loans (NPL) veröffentlicht. Nun hat der Rat der Europäischen Union am 11. Juli 2017 einen Action Plan zum Umgang mit NPL genehmigt.

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