Schlagwort: Abwicklungsplanung

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BaFin treibt Abwicklungsplanung weiter voran

Gerät ein Institut in Schieflage und liegen die Abwicklungsvoraussetzungen vor, kann die Abwicklungsbehörde eine oder eine Kombination verschiedener Abwicklungsstrategien anwenden, um die Schieflage zu beseitigen. Dafür braucht die Aufsicht aber im Vorfeld umfangreiche Informationen um die Abwicklungsfähigkeit der Institute einzuschätzen und die Abwicklungsstrategien festzulegen. Des Weiteren müssen die sich daraus ergebenden externen Abwicklungsprozesse bei den Instituten implementiert und durch die Aufsicht in Bezug auf Sachgerechtigkeit überwacht werden. In diesem Kontext veröffentlicht die Aufsicht z.B. aktuell die MaBail-in[1] und die Meldung von Informationen für die Abwicklungsplanung (MIA). Beide Rundschreiben richtet sich an diejenigen Institute, für die die BaFin als nationale Abwicklungsbehörde zuständig ist.

Qualitative und quantitative Indikatoren in Sanierungsplänen (EBA Konsultationspapier)

Die BaFin hat mit den Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von Sanierungsplänen (MaSan) bereits am 25.April 2014 auf der Grundlage der §§ 47 und 47a KWG einen flexiblen und praxisnahen Rahmen für die Ausgestaltung von Sanierungsplänen geschaffen.

Neben diesen auf nationaler Ebene einschlägigen Normen werden durch die European Banking Authority (EBA) ebenfalls Regelungen erarbeitet, welche die Anforderungen an Sanierungspläne auf europäischer Ebene kodifizieren. Zielstellung dieser Veröffentlichungen ist es, einen einheitlichen Rahmen für die in der Richtlinie 2014/59/EU (Bank Recovery and Resolution Directive) verankerten gesetzlichen Regelungen zu definieren. In diesem Zusammenhang wurden bereits einzelne Technical Standards und Guidelines veröffentlicht, welche u.a. die in einem Sanierungsplan darzustellenden wesentlichen Inhalte und Informationen (Final Draft EBA/RTS/2014/11) sowie Anforderungen an die in den Sanierungsplänen darzustellenden Szenarien (EBA/GL/2014/06) regeln.

Am 26.September 2014 wurde von Seiten der EBA nunmehr ein Konsultationspapier publiziert (EBA/CP/2014/28), welches Normen zu den in einem Sanierungsplan festzulegenden qualitativen und quantitativen Indikatoren umfasst. Darin wird gefordert, dass Institute mindestens Indikatoren für die Risikodimensionen Kapital, Liquidität, Profitabilität und Asset Quality festzulegen haben. Daneben sollten auch „market based indicators“ sowie „macroeconomic based indicators“ bestimmt werden, sofern diese für das Risikoprofil, die Rechtsstruktur oder in Bezug auf die Institutsgröße relevant sind.

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