Schlagwort: Bankenaufsicht

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EBA veröffentlicht “Guidelines on management of non-performing and forborne exposures”

Non-Performing Exposures (NPE) rücken bei den Europäischen Aufsichtsbehörden und dem Gesetzgeber immer weiter in den Fokus. So hat die Europäische Bankenaufsicht (EBA) am 31. Oktober 2018 die “Guidelines on management of non-performing and forborne exposures” mit mehr als 200 Einzelanforderungen veröffentlicht. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Banken in der EU – und damit mehr als 6.000 Institute – angemessene Steuerungsinstrumente für NPE einsetzen und ein gezielter Abbau hoher NPE-Bestände erfolgt. Bereits im März 2017 hatte die EZB ihren Leitfaden zu notleidenden Krediten veröffentlicht, der sich an die von ihr direkt beaufsichtigten Institute wendet. Die EU-Kommission arbeitet zudem an einem Prudential Backstop für eine frühzeitige, aufsichtsrechtliche NPE-Kapitalvorsorge. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch gestiegene Anforderungen an die FinRep-Berichterstattung.

Zukünftige Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit, des ICAAP und des ILAAP – Ein Tapetenwechsel?

Am 20. Februar 2017 hat die EZB-Bankenaufsicht ihre ersten Überlegungen bezüglich eines mehrjährigen Projekts zur Entwicklung umfassender SSM-Leitfäden zum ICAAP und ILAAP für bedeutende Institute veröffentlicht. Im Zuge dessen hat die EZB detaillierte ICAAP- und ILAAP-Grundsätze herausgegeben, welche die Institute bis zum 31. Mai 2017 kommentieren können. Auf Basis dieser Überlegungen und der SREP-Erfahrungen aus 2017 plant die EZB Anfang 2018 einen überarbeiteten Entwurf zur Konsultation zu stellen.

Erklärung der EZB-Bankenaufsicht zur internen Governance und zum Risikoappetit

Die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank hat im Rahmen einer kürzlich veröffentlichten Erklärung ihre Vorstellungen zur internen Governance und zur Risikobereitschaft der von ihr direkt beaufsichtigten bedeutenden Institute konkretisiert. Basis für die Veröffentlichung war ein von der EZB im Jahr 2015 durchgeführter thematischer Review zur Beurteilung der Leitungsorgane und der Risikobereitschaft der bedeutenden Institute des Euroraums.

Novellierung des Bausparkassenrechts zur Bewältigung des Niedrigzinsniveaus

Bereits seit einigen Jahren stellt das historisch niedrige Zinsniveau die Bausparkassen vor besondere Herausforderungen, die sich insbesondere in der rückläufigen Inanspruchnahme von Bauspardarlehen, der niedrigen Durchschnittsverzinsung des Kollektivüberhangs der Kapitalanlagen und den Aufwendungen für hochverzinste Bauspareinlagen widerspiegeln.

Bei der Anpassung des Bausparkassengesetzes (BauSparkG) sowie der Bausparkassen­verordnung (BausparkV) im Dezember 2015 hatten Gesetzgeber und Aufsicht neben der Fortentwicklung des Aufsichtsrechts insbesondere die Sicherung und Stärkung der Ertragskraft der Bausparkassen im Blick.

Konsultationspapier „Guidelines on ICAAP and ILAAP information collected for SREP purposes“ veröffentlicht

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat am 11. Dezember 2015 das Konsultationspapier „Guidelines on ICAAP and ILAAP information collected for SREP purposes“ (EBA/CP/2015/26) veröffentlicht. Mit dem Paper wird konkretisiert, welche Informationen die Aufsicht bei der Beurteilung des ICAAP und ILAAP heranziehen sollte. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch eine Festlegung der Aufsicht hinsichtlich der von den beaufsichtigten Instituten bereitzustellenden Informationen. Zum offiziellen Abschluss der SREP-Blog-Serie beschreiben wir hier die Inhalte und die erwarteten Auswirkungen der Guidelines auf die Institute.  

Vergleich der EBA GL IRRBB mit den MaRisk 2012 zeigt vielfältigen Handlungsbedarf auf

Die European Banking Authority (EBA) hatte bereits am 22. Mai 2015 die finale Leitlinie für das Management von Zinsänderungsrisiken aus dem Nichthandelsgeschäft (Guidelines on the management of interest rate risk arising from non-trading activities) veröffentlicht.

Die Leitlinie der EBA richtet sich an die nationalen Aufseher und an die Institute. Zur Schaffung des level playing field müssen die nationalen Aufsichtsbehörden bis zum 7. Dezember 2015 gemäß dem Prinzip „Comply or Explain“ an die EBA zurückmelden, wie sie die EBA Guidelines umsetzen werden. Anschließend tritt die Leitlinie zum 1. Januar 2016 in Kraft.

SREP Serie (Teil 9): Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken

Neben dem in den vorhergehenden Beiträgen behandelten ICAAP ist auch der parallel im Baseler Rahmenwerk sowie der CRR / CRD IV verankerte Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP) Gegenstand des SREP. Dabei steht die Beurteilung der Risiko­quantifizierung der Liquiditäts- und Refinanzierungs­risiken sowie des Managements von Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken aus organisatorische Perspektive im Fokus der Aufsicht.

SREP Serie (Teil 8): Kapitalanforderungen

Im Kontext des SREP nehmen die Aufsichtsbehörden eine Beurteilung der Kapitalanforderungen vor. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Bestimmung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen im Rahmen eines so genannten „Säule 1 Plus-Ansatzes“ gelegt. Dabei zeigen die vorliegenden Entwürfe der SREP-Beschlüsse der EZB, dass die individuell von der Aufsicht festgelegten Eigenmittel­anforderungen zum Teil deutlich über die bisherigen Anforderungen hinausgehen.

SREP Serie (Teil 7): Beurteilung der Zinsänderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivitäten

Die Beurteilung der Zinsänderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivitäten ist Bestandteil des SREP Risiko Assessments. Die EBA betont in diesem Zusammenhang vier wesentliche Subrisikokategorien – Re-Pricing-, Yield Curve-, Basis- und Optionsrisiken. Die Bestimmung des Inhärenten Risikos ist zur Festlegung der Kerninhalte und Erhebung des Risikoprofils des Zinsänderungsrisikomanagements elementar.

Die beaufsichtigten Institute sollten die Zusammensetzung des zinsänderungsrisikobehafteten Portfolios detailliert analysieren, um letztlich gegenüber den Aufsichtsbehörden sprechfähig zu sein und die bestehenden Subrisikoarten konsistent ableiten zu können. Ferner sollten sich die Institute verstärkt mit den bestehenden Datenmanagement- und Informationssystemen auseinandersetzen, so dass eine ordnungsgemäße und aktuelle Positions- und Risikodarstellung sichergestellt ist.

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