Schlagwort: Bankenaufsicht

Bleiben Sie auf dem Laufenden - der Bankenaufsicht RSS-Feed

SREP Serie (Teil 7): Beurteilung der Zinsänderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivitäten

Die Beurteilung der Zins√§nderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivit√§ten ist Bestandteil des SREP Risiko Assessments. Die EBA betont in diesem Zusammenhang vier wesentliche Subrisikokategorien ‚Äď Re-Pricing-, Yield Curve-, Basis- und Optionsrisiken. Die Bestimmung des Inh√§renten Risikos ist zur Festlegung der Kerninhalte und Erhebung des Risikoprofils des Zins√§nderungsrisikomanagements elementar.

Die beaufsichtigten Institute sollten die Zusammensetzung des zins√§nderungsrisikobehafteten Portfolios detailliert analysieren, um letztlich gegen√ľber den Aufsichtsbeh√∂rden sprechf√§hig zu sein und die bestehenden Subrisikoarten konsistent ableiten zu k√∂nnen. Ferner sollten sich die Institute verst√§rkt mit den bestehenden Datenmanagement- und Informationssystemen auseinandersetzen, so dass eine ordnungsgem√§√üe und aktuelle Positions- und Risikodarstellung sichergestellt ist.

SREP Serie (Teil 6): Beurteilung der operationellen Risiken

Die Aufsichtsbehörden werden im Zuge von SREP auch den Themenkomplex operationelle Risiken als Teil der Beurteilung der Risiken in die Betrachtung aufnehmen. Besonders betont werden in diesem Kontext Reputations- Modell- und Conductrisiken sowie Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT-Risiken).

Wichtig ist eine stringente Ableitung des Risikoprofils √ľber die operationelle Risikostrategie bzw. den Risikoappetit. Ferner ist den Instituten eine Ableitung von KPIs, die Definition von klaren Eskalations- und Kommunikationswegen sowie ‚Äď soweit m√∂glich ‚Äď ein Peer Group-Vergleich zu empfehlen. Eine fachliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Auspr√§gungen von operationellen Risiken sollte ebenfalls erfolgen.

SREP Serie (Teil 5): Beurteilung der Marktpreisrisiken

Die Beurteilung der Marktpreisrisiken im Rahmen des SREP Assessments fokussiert sich auf Positions-, Wechselkurs-, Rohstoff- und Credit Value Adjustment (CVA)-Risiken. Neben der Bestimmung des Inhärenten Risikos zur Festlegung der Kerninhalte und Erhebung des Risikoprofils sind die implementierten Risikomanagementverfahren zur Steuerung der Marktpreisrisiken zu beurteilen.

Auf Basis von Portfolioanalysen sollten Institute ihre Risiken erkennen und steuern sowie die Wesentlichkeit der Risiken ableiten. Ferner ist auf die stringente Ableitung der Marktpreisrisikostrategie unter Ber√ľcksichtigung der gesondert zu betrachteten Subrisikokategorien zu achten. Dar√ľber hinaus kommt der Validierung der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter besondere Bedeutung zu.

SREP-Serie (Teil 4): Beurteilung der Kreditrisiken

Entsprechend der am 19. Dezember 2014 von der EBA ver√∂ffentlichten SREP Richtlinie sind Kredit- und Kontrahentenrisiken als Teil des Risikoprofils von Instituten durch die zust√§ndigen Aufsichtsbeh√∂rden zu beurteilen. Dies umfasst neben einer Einsch√§tzung und Evaluierung des inh√§renten Kreditrisikos auch das Kreditrisikomanagement. Das √ľbergeordnete Ziel besteht in der risikogerechten Darstellung der Kreditrisiken, um fr√ľhzeitig m√∂gliche Risikountersch√§tzungen auf Einzelinstitutsebene zu identifizieren und etwaigen Handlungsbedarf zu adressieren.

Als prim√§re Herausforderung f√ľr die Institute ist, neben der Etablierung eines angemessenen Portfolioanalyseprozesses, die Sicherstellung der Richtigkeit, Granularit√§t und zeitnahen Bereitstellung der Kreditrisikodaten zu nennen.

SREP-Serie (Teil 1): √úberwachung der Schl√ľsselindikatoren

Dieser Abschnitt der SREP-Richtlinie der EBA fokussiert sich auf die viertelj√§hrliche √úberwachung von sogenannten finanziellen und nicht-finanziellen Schl√ľsselindikatoren durch die Bankenaufsicht. Diese bilden auch die Basis f√ľr die institutsspezifischen Analysen der Kapital-, Liquidit√§ts- und Refinanzierungsrisiken einschlie√ülich des Gesch√§ftsmodells. Erg√§nzend dazu sollen die Bankaufsichtsbeh√∂rden Limitsysteme sowie √úberwachungs- und Eskalationsprozesse einrichten um sicherzustellen, dass starke Ver√§nderungen oder Abweichungen bei den √ľberwachten Kennzahlen nicht unbemerkt bleiben.

Eine eigenst√§ndige, institutsseitige Umsetzung entsprechender √úberwachungskennzahlen und -prozesse kann den beaufsichtigten Banken dabei einen Informationsvorsprung in der Kommunikation mit der Bankenaufsicht sichern sowie dar√ľber hinaus wichtige allgemeine Informationen f√ľr die Steuerung der Bank liefern.

Serie von Blogeintr√§gen zum Thema „Supervisory Review and Evaluation Process (SREP)“

Im November 2014 wurde an die EZB die laufende Aufsicht √ľber die bedeutendsten Banken der Eurozone √ľbertragen. In diesem Zusammenhang wird sich die EZB bei der Ausgestaltung ihrer √úberwachungst√§tigkeit an den von der EBA am 19. Dezember 2014 in der endg√ľltigen Version ver√∂ffentlichten Leitlinien zum Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) orientieren.

Diesbez√ľglich ist 2015 in zweifacher Hinsicht ein Jahr des √úbergangs: Einerseits wird die EBA Richtlinie zum SREP erst im Januar 2016 in Kraft treten, andererseits hat sich aber auch die EZB Aufsicht aufbau- und ablauforganisatorisch noch nicht vollst√§ndig aufgestellt und die Aufseher sind dar√ľber hinaus auch (noch) nicht sehr gut mit den von ihnen √ľberwachten Banken vertraut.

/* */