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Vergleich der EBA GL IRRBB mit den MaRisk 2012 zeigt vielfältigen Handlungsbedarf auf

Die European Banking Authority (EBA) hatte bereits am 22. Mai 2015 die finale Leitlinie für das Management von Zinsänderungsrisiken aus dem Nichthandelsgeschäft (Guidelines on the management of interest rate risk arising from non-trading activities) veröffentlicht.

Die Leitlinie der EBA richtet sich an die nationalen Aufseher und an die Institute. Zur Schaffung des level playing field müssen die nationalen Aufsichtsbehörden bis zum 7. Dezember 2015 gemäß dem Prinzip „Comply or Explain“ an die EBA zurückmelden, wie sie die EBA Guidelines umsetzen werden. Anschließend tritt die Leitlinie zum 1. Januar 2016 in Kraft.

SREP Serie (Teil 9): Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken

Neben dem in den vorhergehenden Beiträgen behandelten ICAAP ist auch der parallel im Baseler Rahmenwerk sowie der CRR / CRD IV verankerte Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP) Gegenstand des SREP. Dabei steht die Beurteilung der Risiko­quantifizierung der Liquiditäts- und Refinanzierungs­risiken sowie des Managements von Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken aus organisatorische Perspektive im Fokus der Aufsicht.

SREP Serie (Teil 8): Kapitalanforderungen

Im Kontext des SREP nehmen die Aufsichtsbehörden eine Beurteilung der Kapitalanforderungen vor. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Bestimmung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen im Rahmen eines so genannten „Säule 1 Plus-Ansatzes“ gelegt. Dabei zeigen die vorliegenden Entwürfe der SREP-Beschlüsse der EZB, dass die individuell von der Aufsicht festgelegten Eigenmittel­anforderungen zum Teil deutlich über die bisherigen Anforderungen hinausgehen.

SREP Serie (Teil 7): Beurteilung der Zinsänderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivitäten

Die Beurteilung der Zinsänderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivitäten ist Bestandteil des SREP Risiko Assessments. Die EBA betont in diesem Zusammenhang vier wesentliche Subrisikokategorien – Re-Pricing-, Yield Curve-, Basis- und Optionsrisiken. Die Bestimmung des Inhärenten Risikos ist zur Festlegung der Kerninhalte und Erhebung des Risikoprofils des Zinsänderungsrisikomanagements elementar.

Die beaufsichtigten Institute sollten die Zusammensetzung des zinsänderungsrisikobehafteten Portfolios detailliert analysieren, um letztlich gegenüber den Aufsichtsbehörden sprechfähig zu sein und die bestehenden Subrisikoarten konsistent ableiten zu können. Ferner sollten sich die Institute verstärkt mit den bestehenden Datenmanagement- und Informationssystemen auseinandersetzen, so dass eine ordnungsgemäße und aktuelle Positions- und Risikodarstellung sichergestellt ist.

SREP Serie (Teil 6): Beurteilung der operationellen Risiken

Die Aufsichtsbehörden werden im Zuge von SREP auch den Themenkomplex operationelle Risiken als Teil der Beurteilung der Risiken in die Betrachtung aufnehmen. Besonders betont werden in diesem Kontext Reputations- Modell- und Conductrisiken sowie Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT-Risiken).

Wichtig ist eine stringente Ableitung des Risikoprofils über die operationelle Risikostrategie bzw. den Risikoappetit. Ferner ist den Instituten eine Ableitung von KPIs, die Definition von klaren Eskalations- und Kommunikationswegen sowie – soweit möglich – ein Peer Group-Vergleich zu empfehlen. Eine fachliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ausprägungen von operationellen Risiken sollte ebenfalls erfolgen.

SREP Serie (Teil 5): Beurteilung der Marktpreisrisiken

Die Beurteilung der Marktpreisrisiken im Rahmen des SREP Assessments fokussiert sich auf Positions-, Wechselkurs-, Rohstoff- und Credit Value Adjustment (CVA)-Risiken. Neben der Bestimmung des Inhärenten Risikos zur Festlegung der Kerninhalte und Erhebung des Risikoprofils sind die implementierten Risikomanagementverfahren zur Steuerung der Marktpreisrisiken zu beurteilen.

Auf Basis von Portfolioanalysen sollten Institute ihre Risiken erkennen und steuern sowie die Wesentlichkeit der Risiken ableiten. Ferner ist auf die stringente Ableitung der Marktpreisrisikostrategie unter Berücksichtigung der gesondert zu betrachteten Subrisikokategorien zu achten. Darüber hinaus kommt der Validierung der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter besondere Bedeutung zu.

SREP-Serie (Teil 4): Beurteilung der Kreditrisiken

Entsprechend der am 19. Dezember 2014 von der EBA veröffentlichten SREP Richtlinie sind Kredit- und Kontrahentenrisiken als Teil des Risikoprofils von Instituten durch die zuständigen Aufsichtsbehörden zu beurteilen. Dies umfasst neben einer Einschätzung und Evaluierung des inhärenten Kreditrisikos auch das Kreditrisikomanagement. Das übergeordnete Ziel besteht in der risikogerechten Darstellung der Kreditrisiken, um frühzeitig mögliche Risikounterschätzungen auf Einzelinstitutsebene zu identifizieren und etwaigen Handlungsbedarf zu adressieren.

Als primäre Herausforderung für die Institute ist, neben der Etablierung eines angemessenen Portfolioanalyseprozesses, die Sicherstellung der Richtigkeit, Granularität und zeitnahen Bereitstellung der Kreditrisikodaten zu nennen.

SREP-Serie (Teil 1): Überwachung der Schlüsselindikatoren

Dieser Abschnitt der SREP-Richtlinie der EBA fokussiert sich auf die vierteljährliche Überwachung von sogenannten finanziellen und nicht-finanziellen Schlüsselindikatoren durch die Bankenaufsicht. Diese bilden auch die Basis für die institutsspezifischen Analysen der Kapital-, Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken einschließlich des Geschäftsmodells. Ergänzend dazu sollen die Bankaufsichtsbehörden Limitsysteme sowie Überwachungs- und Eskalationsprozesse einrichten um sicherzustellen, dass starke Veränderungen oder Abweichungen bei den überwachten Kennzahlen nicht unbemerkt bleiben.

Eine eigenständige, institutsseitige Umsetzung entsprechender Überwachungskennzahlen und -prozesse kann den beaufsichtigten Banken dabei einen Informationsvorsprung in der Kommunikation mit der Bankenaufsicht sichern sowie darüber hinaus wichtige allgemeine Informationen für die Steuerung der Bank liefern.

Serie von Blogeinträgen zum Thema „Supervisory Review and Evaluation Process (SREP)“

Im November 2014 wurde an die EZB die laufende Aufsicht über die bedeutendsten Banken der Eurozone übertragen. In diesem Zusammenhang wird sich die EZB bei der Ausgestaltung ihrer Überwachungstätigkeit an den von der EBA am 19. Dezember 2014 in der endgültigen Version veröffentlichten Leitlinien zum Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) orientieren.

Diesbezüglich ist 2015 in zweifacher Hinsicht ein Jahr des Übergangs: Einerseits wird die EBA Richtlinie zum SREP erst im Januar 2016 in Kraft treten, andererseits hat sich aber auch die EZB Aufsicht aufbau- und ablauforganisatorisch noch nicht vollständig aufgestellt und die Aufseher sind darüber hinaus auch (noch) nicht sehr gut mit den von ihnen überwachten Banken vertraut.

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