Schlagwort: Internal Governance

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Serie zur Internal Governance (1) – Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

Für Anwender aus – hinsichtlich Größe, Risikoprofil und Geschäftsmodell – sehr verschiedenen Instituten stellt sich die Frage nach dem Umfang und der Granularität der Anwendung der EBA-Guidelines on Internal Governance (revised).

Die EBA hat bei ihren Leitlinien, ähnlich wie die BaFin bei den MaRisk, von einer klaren Zuordnung bestimmter Anforderungen zu finanziellen Kenngrößen abgesehen. In beiden Regelwerken stellt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (Titel I der EBA GL 2017/11) bzw. Proportionalität (AT 1 Tz. 3 der MaRisk) den Maßstab für Umfang und Granularität der Anwendung dar: Diese sind in beiden Regelwerken anhand der Eigenschaften bzw. Besonderheiten des jeweiligen Instituts zu entscheiden.

Serie von Blogeinträgen zum Thema „Internal Governance“

Corporate und Internal Governance

Eine effektive Corporate Governance ist eine wesentliche Voraussetzung für das Risikomanagement von Banken und ihre Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten. Aus Sicht der OECD (OECD-Grundsätze zur Corporate Governance, 2004, S. 11) liefert sie „den strukturellen Rahmen für die Festlegung der Unternehmensziele, die Identifizierung der Mittel und Wege zu ihrer Umsetzung und die Modalitäten der Erfolgskontrolle.“ Ein gutes Corporate Governance-System sollte dem Aufsichtsorgan und den Geschäftsleitern die richtigen Anreize zur Verfolgung der Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner mit Blick auf deren Ziele geben und insbesondere eine wirkungsvolle Überwachung der Unternehmensaktivitäten erleichtern. Interne Governance von Instituten soll also beides sicherstellen: Zum einen, dass die Entscheidungsträger im Sinne der (betriebswirtschaftlichen) Unternehmensziele handeln, zum anderen, dass sie dabei regulatorische Anforderungen einhalten und zur Krisenresistenz beitragen. Letzteres ist eine Tätigkeit, die primär innerhalb des Instituts erfolgt und durch externe Parteien wie z.B. Aufsichtsbehörden lediglich überwacht wird. Man spricht daher auch von Interner Governance.

SREP-Serie (Teil 3): Beurteilung der Internal Governance und institutsinterner Kontrollen im Rahmen von SREP

Im Rahmen des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) erfolgt eine Betrachtung der Internal Governance der Institute hinsichtlich der Ausrichtung an europäischen Leitlinien. Diese Leitlinien begreifen Internal Governance weniger als die Summe einzelner regulatorischer Anforderungen, sondern vielmehr als Rahmen in dem die instituts- bzw. gruppenspezifische Steuerung erfolgt. Das umfasst beispielsweise auch die Interaktion mit den Aufsichtsgremien und innerhalb der Gruppe.

Die Herausforderung für die Institute besteht in der Erhebung und Verzahnung der vorhandenen Verfahren und Regelungen (z.B. auf Basis der MaRisk) zu einem Gesamtbild, das den Anforderungen der europäischen Leitlinien genügt. Eine frühzeitige Bestandsaufnahme der eigenen Regelungen zur Internal Governance schafft Raum für mögliche Verbesserungen und Adaptionen, sowie eine bessere Ausgangslage bei der Beurteilung durch die Aufsicht.

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