Schlagwort: Risikokultur

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Die Geschäftsleitung der Institute wird gefordert – Förderung der Risikokultur

„Entwicklung, Förderung und Integration einer angemessenen Risikokultur innerhalb des Instituts und der Gruppe“ [1] – so fordert es nun auch der Konsultationsentwurf der MaRisk Novelle 2016. Das Thema Risikokultur hatten die nationalen und internationalen Aufseher in der Vergangenheit immer wieder in den Mittelpunkt gestellt, wobei insbesondere das Erfordernis einer wirksamen Kontrolle der Risiken durch die verschiedenen Leitungsorgane betont wurde. Deshalb finden sich die Anforderungen zur Risikokultur nun auch in dem AT 3 – Gesamtverantwortung der Geschäftsleitung – an sehr prominenter Stelle in den MaRisk (Entwurf) wieder.

Risikokultur und Risikoappetit als Ausgangspunkt eines effizienten und nachhaltigen Risikomanagements

Risikokultur und Risikoappetit – nationale und europäische Aufsichtsbehörden verfolgen die zielgerichtete Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Finanzbranche. Im August 2015 greift das BaFin Journal die Thematik der nachhaltigen Risikokultur auf und beschreibt die Entwicklung und Förderung einer angemessenen Risikokultur als originäre Aufgabe der GeschäftsfĂĽhrung eines jeden Unternehmens. Teil der Risikokultur ist der durch die Geschäftsleitung individuell zu definierende Risikoappetit. Als Risikoappetit versteht man, gemäß Leitfaden des FSB,[1] das bewusste Eingehen und den Umgang mit Risiken innerhalb der Risk Capacity (Risikokapazität – Deutsch: im weitesten Sinne Risikotragfähigkeit) zur Erreichung der strategischen Ziele sowie dessen regelmäßige (Limit-) Ăśberwachung. Die Festlegung des Risikoappetits als Teil der Risikostrategie berĂĽcksichtigt sowohl alle wesentlichen Einzelrisiken auf Einzelinstituts- als auch aggregiert auf Gruppenebene (Gesamt-Risiko-Appetit).

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