Schlagwort: Supervisory Review and Evaluation Process

Bleiben Sie auf dem laufenden - der Supervisory Review and Evaluation Process RSS-Feed

Die Sieben Grundsätze der EZB zum ILAAP

Aufbauend auf unseren Blog Beiträgen vom 6. April und vom 23. Mai 2017 zu den sieben ICAAP-Grundsätzen stellen wir in diesem Blog Beitrag die 7 Grundsätze der EZB zum ILAAP dar. Diese Darstellung basiert auf dem von der EZB veröffentlichten Brief (20. Februar 2017) über das mehrjährige Projekt zur Entwicklung umfassender SSM-Leitfäden zum ICAAP und ILAAP für bedeutende Institute. Diese ICAAP- und ILAAP-Grundsätze, konnten Institute bis zum 31. Mai 2017 kommentieren.

Nachfolgend stellen wir Ihnen die 7 Grundsätze zum ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process) vor:

Verfahren zur Festlegung eines SREP-Kapitalzuschlags bei weniger bedeutenden Instituten

BaFin und Deutsche Bundesbank haben die Grundzüge des nationalen SREP bekannt gegeben, der sich in Teilen deutlich von dem von der EZB praktizierten Verfahren unterscheidet. Basierend auf dieser nationalen Methodik wird die BaFin im Juni damit beginnen, an einen ersten Teil der direkt unter ihrer Aufsicht stehenden Institute Anhörungsschreiben zur Festlegung einer SREP-Kapitalquote zu versenden. Insgesamt werden die Anhörungsschreiben in drei Tranchen über einen Zeitraum von drei Jahren versendet werden.

Anforderungen der EZB an ILAAP und ICAAP

Am 8. Januar 2016 hat die Europäische Zentralbank (EZB) ein Schreiben an die Geschäftsleitung bedeutender Banken (Systemically Important Banks / SIBs) veröffentlicht, das sich mit den aufsicht­lichen Erwartungen an den Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) und den Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP) sowie der harmonisierten Erhebung entsprechender Informationen hierzu beschäftigt. Grundlage des Schreibens ist das Konsultationspapier der European Banking Authority (EBA) „Guidelines on ICAAP and ILAAP information collected for SREP purposes“ (EBA/CP/2015/26) vom 11. Dezember 2015.[1]

Konsultationspapier „Guidelines on ICAAP and ILAAP information collected for SREP purposes“ veröffentlicht

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat am 11. Dezember 2015 das Konsultationspapier „Guidelines on ICAAP and ILAAP information collected for SREP purposes“ (EBA/CP/2015/26) veröffentlicht. Mit dem Paper wird konkretisiert, welche Informationen die Aufsicht bei der Beurteilung des ICAAP und ILAAP heranziehen sollte. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch eine Festlegung der Aufsicht hinsichtlich der von den beaufsichtigten Instituten bereitzustellenden Informationen. Zum offiziellen Abschluss der SREP-Blog-Serie beschreiben wir hier die Inhalte und die erwarteten Auswirkungen der Guidelines auf die Institute.  

SREP Serie (Teil 10): Beurteilung der Liquiditätsausstattung

Einen zentralen Baustein des SREP bildet die Gesamtbeurteilung der Liquidität inklusive der Angemessenheit der Liquiditätsausstattung der Institute. Die Ergebnisse zum Assessment der Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken sowie des Liquiditätsmanagements bilden neben dem institutsspezifischen ILAAP, der Benchmark der Aufsichtsbehörden sowie anderer Erkenntnisse der Aufsicht die Basis der Gesamtbeurteilung. Insgesamt präzisieren die Vorgaben der EBA damit die Anforderungen zur Liquidität der Institute und setzen zentrale Maßstäbe.

SREP Serie (Teil 9): Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken

Neben dem in den vorhergehenden Beiträgen behandelten ICAAP ist auch der parallel im Baseler Rahmenwerk sowie der CRR / CRD IV verankerte Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP) Gegenstand des SREP. Dabei steht die Beurteilung der Risiko­quantifizierung der Liquiditäts- und Refinanzierungs­risiken sowie des Managements von Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken aus organisatorische Perspektive im Fokus der Aufsicht.

SREP Serie (Teil 8): Kapitalanforderungen

Im Kontext des SREP nehmen die Aufsichtsbehörden eine Beurteilung der Kapitalanforderungen vor. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Bestimmung zusätzlicher Eigenmittelanforderungen im Rahmen eines so genannten „Säule 1 Plus-Ansatzes“ gelegt. Dabei zeigen die vorliegenden Entwürfe der SREP-Beschlüsse der EZB, dass die individuell von der Aufsicht festgelegten Eigenmittel­anforderungen zum Teil deutlich über die bisherigen Anforderungen hinausgehen.

SREP Serie (Teil 7): Beurteilung der Zinsänderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivitäten

Die Beurteilung der Zinsänderungsrisiken aus Nicht-Handelsaktivitäten ist Bestandteil des SREP Risiko Assessments. Die EBA betont in diesem Zusammenhang vier wesentliche Subrisikokategorien – Re-Pricing-, Yield Curve-, Basis- und Optionsrisiken. Die Bestimmung des Inhärenten Risikos ist zur Festlegung der Kerninhalte und Erhebung des Risikoprofils des Zinsänderungsrisikomanagements elementar.

Die beaufsichtigten Institute sollten die Zusammensetzung des zinsänderungsrisikobehafteten Portfolios detailliert analysieren, um letztlich gegenüber den Aufsichtsbehörden sprechfähig zu sein und die bestehenden Subrisikoarten konsistent ableiten zu können. Ferner sollten sich die Institute verstärkt mit den bestehenden Datenmanagement- und Informationssystemen auseinandersetzen, so dass eine ordnungsgemäße und aktuelle Positions- und Risikodarstellung sichergestellt ist.

SREP Serie (Teil 6): Beurteilung der operationellen Risiken

Die Aufsichtsbehörden werden im Zuge von SREP auch den Themenkomplex operationelle Risiken als Teil der Beurteilung der Risiken in die Betrachtung aufnehmen. Besonders betont werden in diesem Kontext Reputations- Modell- und Conductrisiken sowie Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT-Risiken).

Wichtig ist eine stringente Ableitung des Risikoprofils über die operationelle Risikostrategie bzw. den Risikoappetit. Ferner ist den Instituten eine Ableitung von KPIs, die Definition von klaren Eskalations- und Kommunikationswegen sowie – soweit möglich – ein Peer Group-Vergleich zu empfehlen. Eine fachliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ausprägungen von operationellen Risiken sollte ebenfalls erfolgen.

SREP Serie (Teil 5): Beurteilung der Marktpreisrisiken

Die Beurteilung der Marktpreisrisiken im Rahmen des SREP Assessments fokussiert sich auf Positions-, Wechselkurs-, Rohstoff- und Credit Value Adjustment (CVA)-Risiken. Neben der Bestimmung des Inhärenten Risikos zur Festlegung der Kerninhalte und Erhebung des Risikoprofils sind die implementierten Risikomanagementverfahren zur Steuerung der Marktpreisrisiken zu beurteilen.

Auf Basis von Portfolioanalysen sollten Institute ihre Risiken erkennen und steuern sowie die Wesentlichkeit der Risiken ableiten. Ferner ist auf die stringente Ableitung der Marktpreisrisikostrategie unter Berücksichtigung der gesondert zu betrachteten Subrisikokategorien zu achten. Darüber hinaus kommt der Validierung der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter besondere Bedeutung zu.

/* */