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Russland-News

Verarbeitung fĂŒr den inlĂ€ndischen Verbrauch


Am 20. August 2011 ist in Russland eine Regierungsverordnung in Kraft getreten, die eine  Liste derjenigen Waren enthĂ€lt, auf die das sog. Zollverfahren fĂŒr eine Verarbeitung fĂŒr  den inlĂ€ndischen Verbrauch Anwendung finden kann.

Im Rahmen dieses Zollverfahrens können auslĂ€ndische Roh- und Werkstoffe zunĂ€chst zollfrei eingefĂŒhrt werden, jedoch unter der Bedingung, dass sie verarbeitet werden. Der Verzollung unterliegen dann alle fertigen Produkte.

Die Liste umfasst mehr als 40 Warenpositionen, u.a. Farben und FĂ€rbemittel, Eisenwaren, Metallkeramik, elektronische Mikroschaltungen u.Ă€. Mit dem Zollverfahren soll letztlich der einheimische Maschinenbau gefördert werden. Bis jetzt waren die Einfuhrzölle fĂŒr die betreffenden Warengruppen recht hoch (zw. 5% und 15%). Das neue Verfahren erlaubt  es den Herstellern von Maschinenbaukomponenten diese Kosten zu senken.

Dem o.g. Zollverfahren unterliegen Waren, deren Einfuhrzölle insgesamt höher wĂ€ren als die Einfuhrzölle fĂŒr die Endprodukte nach Verarbeitung. FĂŒr die Anwendung dieses Verfahrens ist eine Sondergenehmigung der Zollbehörde erforderlich. Zudem sind weitere Voraussetzungen zu erfĂŒllen, wie zum Beispiel die zweifelsfreie Identifikation von Ursprungswaren in den Verarbeitungsprodukten (z. B. durch Beschilderung, Stempelung u.Ă€). Die Regierungsverordnung enthĂ€lt keine Regelungen zur Einfuhrumsatzsteuer. Die Frage einer eventuellen Einfuhrumsatzsteuerbefreiung ist stets gesondert zu prĂŒfen.