PwC

Russland-News

Russland-News

Änderungen beim Registrierungsverfahren von juristischen Personen und Einzelunternehmern in Russland


Zur Vereinfachung des Registrierungsverfahrens von juristischen Personen und Einzelunternehmern sind einige Änderungen vorgenommen worden, die bereits im Mai 2014 in Kraft getreten sind.

So besteht für juristische Personen und Einzelunternehmer keine Verpflichtung mehr, die Eröffnung von Bankkonten bei den Sozialversicherungsträgern und Steuerbehörden zu melden. Zudem wurde für russische GmbH (OOO) die Regelung, wonach das Stammkapital vor der Registrierung zu mindestens 50% eingezahlt werden musste, abgeschafft. Stattdessen muss die Einzahlung des Stammkapitals innerhalb von 4 Monaten nach der Registrierung erfolgen. Damit ist hierfür auch kein Sonderkonto mehr einzurichten, sondern das Stammkapital kann nunmehr – vorbehaltlich abweichender Vereinbarung der Gesellschafter über Einzahlung bis Registrierung – auf das Geschäftskonto eingezahlt werden. Zudem entfällt die Verpflichtung zur notariellen Beglaubigung der Unterschrift des Antragstellers bei der Gesellschaftsgründung, wenn die Dokumente beim Registrierungsorgan von dem Antragsteller persönlich und unter Vorlage seines Ausweises vorgelegt werden. Für ausländische Gründer macht das aber keinen Unterschied, da in jedem Fall die Anwesenheit des Gründers bzw. seines Vertreters vor Ort in Russland erforderlich ist, da der Antrag auf Registrierung von allen Gründern unterschrieben werden muss und notarieller Form bedarf. Ausländische notarielle Beglaubigungen sind unklar und bergen ein Risiko der Nichtanerkenntnis des Antrags durch die zuständige Registrierungsbehörde (Steuerbehörde).

Ab sofort sind weitere Informationen über juristische Personen und Einzelunternehmer über die elektronische Plattform des staatlichen Steuerdienstes in Russland zugänglich


Ab sofort sind mehr Informationen als bisher über juristische Personen und Einzelunternehmer über den Service auf der offiziellen Website des Föderalen Steuerdienstes (FNS) „Prüfe Dich und Deinen Vertragspartner“ zugänglich. Dabei werden öffentlich zugängliche Informationen aus dem Einheitlichen Staatlichen Register der Juristischen Personen (EGRJUL) und dem Einheitlichen Staatlichen Register der Einzelunternehmer (EGRIP) in die Datenbank des FNS übertragen und bei Erforderlichkeit aktualisiert.

Unter anderem gehören nun zu zugänglichen Daten über eine juristische Person neben ihrem vollständigen Firmennamen, der Registrierungsnummer (OGRN) und anderen Registerdaten auch Informationen über Gründungsgesellschafter, Liquidation, Reorganisation, Höhe des Stammkapitals, Lizenzen, Filialen und Repräsentanzen, den Klassifizierungsschlüssel nach dem Verzeichnis der Gewerbearten bezüglich der Geschäftstätigkeit (OKWED) usw.

Allgemein zugängliche Daten über die Registrierung von Einzelunternehmern enthalten den Namen, die Staatsbürgerschaft, Informationen zu Lizenzen, die Steuernummer (INN), den Klassifizierungsschlüssel nach dem Verzeichnis der Gewerbearten (OKWED), Nummer und Datum der Registrierung des Einzelunternehmers als Versicherer etc.

Die Suche nach allgemein zugänglichen Informationen über den Service des Föderalen Steuerdienstes erfolgt durch Angabe der Registrierungsnummer (OGRN), der Steuernummer (INN) oder des Firmennamens.

Ukraine-News: Aktuelle Fragen für ausländische Investoren und Handelspartner


A. Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen auf der Krim /Rechtliche Situation

1. Die ukrainische Sichtweise und Sichtweise der EU / USA

Die Krim als Bestandteil des Hoheitsgebietes der Ukraine

Sowohl die Ukraine als auch die EU und USA betrachten die Krim als Bestandteil des ukrainischen Hoheitsgebietes. Die EU und die USA erkennen das Krim-Referendum sowie weitere Schritte zur Angliederung an Russland nicht an und haben russische Personen und auf der Krim ansässige Unternehmen mit Sanktionen belegt. Sämtliche Gelder und wirtschaftliche Ressourcen, die diesen Personen gehören oder von ihnen kontrolliert werden, wurden eingefroren. Dementsprechend sind Geschäftsbeziehungen mit solchen Personen oder Unternehmen derzeit verboten oder zumindest problematisch. Die Abwicklung von Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen auf der Krim bereitet derzeit erhebliche Schwierigkeiten.

Reise und Güterverkehr zwischen der Ukraine und der Krim

Das Gesetz zur „Bestimmung von Rechten und Freiheiten der Einwohner des vorübergehend besetzten Gebiets der Ukraine“ – in Kraft seit dem 27. April 2014 – legt ein besonderes Rechtssystem für das Gebiet der Krim und der Stadt föderaler Bedeutung Sewastopol fest. Es sieht ein uneingeschränktes Ein- und Ausreiserecht ukrainischer Staatsangehöriger für die Krim vor. Ausländer und staatenlose Personen benötigen dagegen eine besondere Erlaubnis zur Ein- und Ausreise in das bzw. aus dem besetzten Gebiet.

Aktuell ist noch kein Verfahren für den Güterverkehr festgelegt. Das Gesetz legt u. a. dar, dass die wirtschaftliche Tätigkeit in dem vorübergehend besetzten Gebiet durch ein separates Gesetz der Ukraine geregelt werden soll. Dieser separate Gesetzesentwurf plant derzeit für die Krim eine freie Zollzone „industrieller Art“ zu schaffen. Danach gelten Waren, die auf der Krim von in der Ukraine registrierten Unternehmen hergestellt werden, zwar als Waren ausländischer Herkunft. Bei der Einfuhr in das übrige Staatsgebiet der Ukraine werden jedoch keine Zollgebühren erhoben. Weiterlesen

In deutsche Immobilien investieren: PwC-Leitfaden für russische Investoren


Der PwC-Leitfaden „Immobilieninvestitionen in Deutschland“ gibt Investoren aus Russland einen Überblick über den deutschen Immobilienmarkt und seine Besonderheiten. Die zweisprachig russisch-deutsche Publikation beschreibt die rechtlichen, steuerlichen, finanziellen und regulatorischen Rahmenbedingungen im deutschen Immobilienmarkt und gibt praktische Empfehlungen für Investitionen.

Weitere Informationen zu unserem Leitfaden sowie zum Bestellvorgang erhalten Sie unter diesem Link:

http://www.pwc.de/de/standorte/german-business-groups/in-deutsche-immobilien-investieren-pwc-leitfaden-fuer-russische-investoren.jhtml?linktransform=no

Leitfaden „Immobilieninvestitionen in Deutschland“


Die Real-Estate-Experten von PwC haben am 4. Dezember 2013 in Berlin den neuen Immobilieninvestitionen-Guide in russischer Sprache vorgestellt.

Der Leitfaden „Immobilieninvestitionen in Deutschland“ in russischer Sprache soll klassischen russischen Investoren wie Fonds, Family Offices und vermögenden Privatpersonen einen Einstieg in den deutschen Immobilienmarkt erleichtern und stellt die wesentlichen Rahmenbedingungen und Besonderheiten des deutschen Immobilienmarktes dar.

Die Veranstaltung, die sich an deutsche und russische Unternehmen im Bereich Real Estate und Investitionen richtete, verlief sehr erfolgreich. An der Veranstaltung nahmen ca. 60 Personen teil, darunter Vertreter deutscher Banken, Verwaltungs- und Versicherungsgesellschaften, russische Investoren und Interessenten. Nach der Begrüßung durch Daniel Kast, Partner und CEE German Business Group Leader von PwC Berlin stellte Dirk Henning, Partner bei PwC in Berlin im Bereich Advisory, Real Estate, die Tendenzen des Immobilienmarktes in Deutschland 2013 vor. Im Anschluss erläutertet Stanislav Rogojine, Rechtsanwalt und einer der Leiter der Russian Business Group von PwC Deutschland, die rechtlichen und steuerlichen Fallstricke beim Immobilienerwerb aus Sicht eines russischen Investors. Dieter Langguth, Manager aus dem Bereich Real Estate, Valuation & Strategy bei PwC in Berlin, erklärte sodann die Besonderheiten der Immobilienbewertung nach deutschem Recht in seinem Vortrag „Den richtigen Wert der Immobilie finden“ .

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung fand ein „Get-together“ bei russischem Buffet und Getränken statt, in dem die Teilnehmer aktiv die Gelegenheit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch nutzten.

Der Leitfaden „Immobilieninvestitionen in Deutschland“ in russischer Sprache wird zeitnah auf der Webseite von PwC Deutschland veröffentlicht.