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Änderung des Refinanzierungssatzes der Zentralbank ab dem 26.Dezember 2011 in Kraft


Am 23. Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat der Zentralbank der Russischen Föderation beschlossen, den Refinanzierungssatz zu ändern. Der Refinanzierungssatz, der zurzeit bei 8,25% liegt, beträgt ab dem 26. Dezember 2011 nunmehr 8% (vgl. die Anweisung der Zentralbank der Russischen Föderation vom 23. Dezember 2011 N 2758-U).

Noch am 25. November 2011 gab die Zentralbank bekannt, dass eine Änderung des Refinanzierungssatzes nicht geplant sei. Der Refinanzierungssatz wurde im Laufe dieses Jahres anfangs von 7,75% im Februar bis auf 8,25% im Mai erhöht und nunmehr wieder herabgesetzt. Zum Vergleich: in 2010 betrug der Refinanzierungssatz bis zu 8,75%, Anfang 2009 lag er noch bei 13%.

Durch den geänderten Refinanzierungssatz verändern sich auch die Kappungsgrenzen für abzugsfähige Zinsaufwendungen ("interest cap rules") bei Gesellschafterdarlehen. Die Abzugsfähigkeit von Zinsen ist bei Gesellschafterdarlehen eingeschränkt, wenn sie sowohl an Steuerresidenten als auch Nichtresidenten gezahlt werden. Auf Basis des nunmehr geltenden Refinanzierungssatzes beträgt der steuerlich abzugsfähige Zinsaufwand

  • 6,4% bei Fremdwährungsdarlehen und
  • 14,4% bei Darlehen in Rubel.