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Russland-News

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Steuermanöver in der IT Branche: Steuererleichterungen fĂŒr die IT-Branche und wichtige EinschrĂ€nkungen der Umsatzsteuerbefreiung bei der Lizensierung auslĂ€ndischer Software


Im Kampf gegen die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie hat die russische Regierung bereits eine Reihe von wirtschaftlichen UnterstĂŒtzungsmaßnahmen ergriffen. Wichtige Änderungen, die seit dem 1. Januar 2021 gelten, betreffen VergĂŒnstigungen bei der Gewinnsteuer und den Sozialversicherungsabgaben fĂŒr IT-Unternehmen. Im Gegenzug wurden jedoch auch erhebliche EinschrĂ€nkungen der Umsatzsteuerbefreiung fĂŒr die Lizensierung von Software an russische LeistungsempfĂ€nger eingefĂŒhrt, die alle Branchen betreffen. Die jeweiligen Auswirkungen stellen wir nachfolgend dar. Weiterlesen

Änderungen zur Aufnahme von Unternehmen in das russische KMU-Register


FĂŒr Unternehmen, die den gesetzlich festgelegten[1] KMU-Status fĂŒr sich beanspruchen können, wird das Verfahren zur Aufnahme in das einheitliche russische KMU-Register ab dem 7. November 2020 vereinfacht. [2] Zu den Aufnahmevoraussetzungen russischer Gesellschaften mit auslĂ€ndischer Beteiligung in das Register vgl. die Mai-Ausgabe unseres Russian Tax and Legal Newsletters zu den Maßnahmen der Russischen Föderation im Kampf gegen COVID–19.

Der Status als KMU bringt u.a. folgende Vorteile mit sich:

  • vergĂŒnstigte Kredite im Rahmen staatlicher Programme;
  • Reduzierung der BeitrĂ€ge zur Sozialversicherung auf 15%;
  • weitere SteuervergĂŒnstigungen und UnterstĂŒtzungsmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19.

Bisher konnten Unternehmen nur einmal pro Jahr – am 10. August -, auf Grundlage von Unterlagen, die zur Aufnahme berechtigen (u.a. bestimmte BeschĂ€ftigtenanzahl und maximale EinkĂŒnfte) in das Register eingetragen werden. Wenn ein Unternehmen die Voraussetzungen zur Aufnahme erfĂŒllte, die Unterlagen aber verspĂ€tet einreichte, konnte es erst im nĂ€chsten Jahr in das Register aufgenommen werden.

Die GesetzesĂ€nderungen sehen nur vor, dass das Register am 10. jedes Monats auf der Grundlage der Daten aktualisiert wird, die den Steuerbehörden am 1. des Monats zur VerfĂŒgung stehen. Wenn ein Unternehmen seine Unterlagen verspĂ€tet einreicht, werden die Angaben bei der Aktualisierung des Registers im nĂ€chsten Monat nach der Einreichung berĂŒcksichtigt – und ab diesem Zeitpunkt ist dann auch die Inanspruchnahme von KMU-VergĂŒnstigungen möglich.

FĂŒr den Zeitraum vom 10. Januar bis zum 10. Juni sind die Informationen fĂŒr das vorangegangene Berichtsjahr (z.B. 2021 – fĂŒr 2019) beim Register einzureichen, nach dem 10. Juni die Berichtsdaten des Vorjahres.

Russische OOO mit auslĂ€ndischer Beteiligung konnten den KMU-Status bisher nur dann erlangen, wenn den russischen Steuerbehörden die entsprechende Mitteilung durch einen russischen WirtschaftsprĂŒfer im Zeitraum vom 1. – 5. Juli eines laufenden Jahres vorgelegt wurden. Nunmehr kann auch hier eine monatliche Eintragung erfolgen. Damit stehen russischen KMU einschließlich russischen Tochtergesellschaften auslĂ€ndischer Unternehmen schneller KMU-Fördermaßnahmen und Erleichterungen zur VerfĂŒgung, was zu begrĂŒĂŸen ist.


[1] Föderales Gesetz Nr. 209-FZ vom 24.07.2007

[2] „Über die Änderungen des Artikels 12 des Gesetzes der Russischen Föderation „Über Industrie- und Handelskammern“ uns des föderalen Gesetzes der Russischen Föderation „Über die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen“