EIOPA veröffentlicht jährlichen Bericht zur Überprüfung der LTGs und Maßnahmen gegen Aktienrisiken

Am 18. Dezember 2018 veröffentlichte EIOPA ihren jährlichen Bericht zur Überprüfung der langfristigen Garantien (Long-Term Guarantee, LTG) und Maßnahmen gegen Aktienrisiken.

Die Analysen der EIOPA aus den jährlichen Berichten zur Überprüfung der langfristigen Garantien und Maßnahmen gegen Aktienrisiken dienen als Grundlage für die Diskussion, ob die verpflichtende Anwendung solcher Maßnahmen der Europäischen Kommission im Jahr 2020 zur Entscheidung vorgelegt werden soll.

Im Vergleich zum Bericht 2017 geht der diesjährige Bericht auch auf Risikomanagementaspekte im Hinblick auf die LTG-Maßnahmen ein und analysiert dataillierte Bereiche und Arten von Garantien für Produkte mit langfristigen Garantien.

Wie bereits in den vorherigen Analysen zeigen die Ergebnisse des diesjährigen Berichts, dass die Maßnahmen aktuell weitestgehend Anwendung finden.

737 (Rück-)Versicherungsunternehmen aus 23 Ländern nutzen mindestens eine der folgenden freiwilligen Maßnahmen für langfristige Garantien:

  • Matching-Anpassung
  • Volatilitätsanpassung
  • Übergangsmaßanahmen bei risikofreien Zinssätzen
  • Übergangsmaßnahmen bei versicherungstechnischen Rückstellungen
  • Durationsbasierter Ansatz im Aktienrisiko-Untermodul

Insgesamt nutzen 696 Unternehmen die Volatilitätsanpassungen und 162 die Übergangsmaßnahmen für die Rückstellungsbewertung.

Die durchschnittliche Solvenzkapitalquote der Unternehmen, die diese Maßnahen nutzen, beträgt 231 % und würde ohne die Maßnahmen auf durchschnittlich 172 % sinken.

Im Hinblick auf die Risikomanagementaspekte wurde eine Analyse in Bezug auf die aufsichtsrechtliche Berichterstattung der LTG-Maßnahmen durchgeführt. Zu diesen Anforderungen gehören:

  • Der Liquiditätsplan für Unternehmen, die das Matching oder die Volatilitätsanpassung anwenden;
  • Bewertung der Sensitivität der versicherungstechnischen Rückstellungen in Bezug auf die der Extrapolation zugrunde liegenden Annahmen, die Matching- sowie die Volatilitätsanpassungen;
  • Die Beurteilung der Einhaltung der Kapitalanforderungen mit und ohne die Maßnahmen;
  • Mögliche Maßnahmen zur Wiederherstellung der Compliance und Analyse von LTG-Maßnahmen bei der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA).

Die nationalen Aufsichtsbehörden stellten Verbesserungsbedarf in Bezug auf den Detaillierungsgrad der regelmäßigen aufsichtlichen Berichterstattung fest. Darüber hinaus führten sie Fallstudien durch, um zu untersuchen, wie die Versicherer die Ergebnisse des Asset-Liability-Managements (ALM) in ihr allgemeines ALM- und Risikomanagementsystem integrieren.

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