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Steuern & Recht

Besteuerung von Abfindungen nach dem deutsch/britischen DBA


Die zuständigen Behörden der beiden Staaten haben in einer Verständigungsvereinbarung das Besteuerungsrecht von Abfindungen bei Vertragsbeendigung geregelt. Die Zuordnung ist dabei abhängig vom wirtschaftlichen Hintergrund der jeweiligen Zahlung.

 

Ist einer Abfindung Versorgungscharakter beizumessen, darf sie nur im Wohnsitzstaat des Empfängers besteuert werden.

Handelt es sich dagegen um eine im Rahmen eines Arbeitsvertrags geleistete Nachzahlung von Löhnen, Gehältern oder anderen Vergütungen oder wird die Abfindung allgemein für die Auflösung des Arbeitsvertrags gewährt, so kann sie in dem Vertragsstaat besteuert werden, in dem die Tätigkeit ausgeübt wurde. Für den Fall, dass der Arbeitnehmer in der Zeit vor der Auflösung des Arbeitsvertrags teils in dem Vertragsstaat seiner damaligen Ansässigkeit oder im Hoheitsgebiet von Drittstaaten und teils in dem anderen Staat tätig war, kann die Abfindung auch in diesem anderen Staat besteuert werden, jedoch nur der Anteil der Abfindung, der der Beschäftigungsdauer im anderen Staat im Verhältnis zur gesamten Beschäftigungsdauer vor der Auflösung des Arbeitsverhältnisses entspricht.

Die getroffene Verständigungsvereinbarung gilt nicht für Bezüge des öffentlichen Dienstes. (MH)

 

Fundstelle

BMF-Schreiben vom 2. Dezember 2011 (IV B 3 – S 1301-GB/10/10001)