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E-Bilanz: Bundesministerien schüren Gerüchte um eine erneute Verschiebung


Die E-Bilanz kommt weiter nur unter Komplikationen voran. Während das Bundesjustizministerium laut Zeitungsberichten gravierende rechtliche und praktische Bedenken gegen die elektronische Version geltend macht, schlägt sich das Bundeswirtschaftsministerium nunmehr auf die Seite der Unternehmen. Die Befürchtung der Wirtschaft: Verbunden mit einem erhöhten Datenaufwand bekommen die Steuerbehörden über die E-Bilanz im Handumdrehen das gläserne Unternehmen.

 

Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten hat das Bundesjustizministerium Finanzminister Wolfgang Schäuble aufgefordert, seine Pläne für die elektronisch zu übermittelnde Bilanz noch einmal um zwölf weitere Monate zu verschieben. Die E-Bilanz wäre damit erst ab dem Bilanzjahr 2014 verpflichtend für alle Betriebe einzuführen. Bei dem Ruf nach Verschiebung hätten die ministerialen Verfassungshüter insbesondere gravierende rechtliche und praktische Bedenken gegen die E-Bilanz geltend gemacht. In dem Zeitungsbericht wird das Justizministerium mit den Worten zitiert: „Das Interesse der Steuerbehörden, über möglichst umfassende Daten jedes Unternehmens zu verfügen – auch wenn sie steuerrechtlich nicht relevant sind, dürfte nicht von der Rechtsgrundlage gedeckt sein.“ Erleichterungen, die das Finanzministerium der Wirtschaft für die Startphase versprochen habe, würden daran auch nichts ändern.

Ins gleiche Horn stößt in dem Zusammenhang auch das Bundeswirtschaftministerium, das sich nun auf die Seite der Wirtschaft schlägt. Der Grund: Ungeachtet ihrer Größe müssen alle Unternehmen den gleichen Datenaufwand betreiben. Das bedeutet gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen eine deutlich erhöhte Mehrarbeit. Sicherlich keine überraschende Erkenntnis, aber Grund genug für das FDP-geführte Ministerium in den nächsten Wochen erneut die Meinung ausgewählter Unternehmen und Wirtschaftsverbände einzuholen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand von PwC werden die rechtlichen wie auch die praktischen Bedenken, insbesondere nach den Vereinfachungen durch zusätzliche Auffangfelder jedoch nicht zu einer weiteren Verschiebung der E-Bilanz führen. Nach wie vor gilt es deshalb für die Unternehmen, sich rechtzeitig den Herausforderungen der Erstellung einer E-Bilanz zu stellen. Nach dem Motto: Erfahrung spart Zeit und Geld, haben wir unter folgendem Link  weitere Informationen zur E-Bilanz zusammen gestellt und ein umfangreiches Leistungspaket für unsere Kunden geschnürt, um sie optimal bei der Umstellung zu begleiten. (GS)