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Steuern & Recht

BMF zum Voranmeldungszeitraum bei Wegfall der Organschaftsvoraussetzungen


Das Bundesfinanzministerium äußert sich zur Bestimmung des Voranmeldungszeitraums der bisherigen Organgesellschaft bei Wegfall der Voraussetzungen für eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Der Voranmeldungszeitraum eines laufenden Kalenderjahres bestimmt sich regelmäßig nach der Steuer des Vorjahres. Nach Beendigung der Organschaft wird die bisherige Organgesellschaft selbst Unternehmer nach § 2 Abs. 1 Umsatzsteuergesetz. Hierzu vertritt das Ministerium folgende Auffassung: Nach Wegfall der Organschaftsvoraussetzungen bzw. nach dem Ausscheiden der Organgesellschaft aus einer Organschaft wird es aus Vereinfachungsgründen nicht beanstandet, wenn grundsätzlich auf die Steuer des vorangegangenen Kalenderjahrs des bisherigen Organkreises abgestellt wird.

Soweit die bisherige Organgesellschaft jedoch einen hiervon abweichenden Voranmeldungszeitraum anstrebt, muss eine fiktive anteilige Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr durch die bisherige Organgesellschaft ermittelt werden. Hat die Organgesellschaft ihre unternehmerische Tätigkeit als eigenständiges Unternehmen erst in dem Kalenderjahr des Ausscheidens aus dem Organkreis oder in dem diesem Kalenderjahr vorangegangenen Kalenderjahr aufgenommen, ist stets der Kalendermonat Voranmeldungszeitraum.

Fundstelle

BMF-Schreiben vom 9. April 2013 (IV D 3 – S 7346/12/10001): Voranmeldungszeitraum bei Wegfall der Voraussetzungen für eine umsatzsteuerliche Organschaft