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Steuern & Recht

Leistungsort beim Verkauf von Eintrittskarten durch andere Unternehmer


Die Finanzverwaltung hat klargestellt, dass die Regelungen zum umsatzsteuerlichen Leistungsort beim Verkauf von Eintrittskarten für Veranstaltungen auch für den Verkauf durch einen anderen Unternehmer als den Veranstalter gelten.

Hintergrund: Auf Unionsebene haben sich die EU-Mitgliedstaaten auf eine gemeinsame Auslegung der Ortsbestimmung beim Verkauf von Eintrittskarten für Veranstaltungen durch einen anderen Unternehmer als den Veranstalter geeinigt – Artikel 53 und 54 MwStSystRL. Die Finanzverwaltung weist darauf hin, dass die Ortsbestimmung des § 3a Abs. 3 Nr. 3 a und Nr. 5 Umsatzsteuergesetz auch beim Verkauf von Eintrittskarten für kulturelle, künstlerische, wissenschaftliche, unterrichtende, sportliche, unterhaltende oder ähnliche Veranstaltungen durch einen anderen Unternehmer als den Veranstalter gilt.

Diese Grundsätze sind auf Umsätze anzuwenden, die nach dem 30. Juni 2013 ausgeführt werden.

Ist die Festlegung des Leistungsortes beim Verkauf von Eintrittskarten durch einen anderen Unternehmer als den Veranstalter an Nichtunternehmer auf Grund des Rechts eines anderen Mitgliedstaates bereits vor dem 1. Juli 2013 inhaltlich entsprechend vorgenommen worden, wird es nicht beanstandet, wenn dieser Ortsregelung gefolgt wird.

Fundstelle

BMF-Schreiben vom 10. Juni 2013 (IV D 3 – S 7117/12/10001): Leistungsort beim Verkauf von Eintrittskarten für Veranstaltungen durch einen anderen Unternehmer als den Veranstalter