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Steuern & Recht

Fremdwährungsgeschäfte: Anerkennung von Verlusten aus privaten Veräußerungsgeschäften


Mit der Entgegennahme eines Fremdwährungsguthabens als Gegenleistung für die Veräußerung von Wertpapieren werden nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs beide Wirtschaftsgüter getauscht. Das bedeutet, die Wertpapiere werden veräußert und das Fremdwährungsguthaben angeschafft.

Im entschiedenen Fall war streitig, in welcher Höhe bei der Klägerin, einer vermögensverwaltenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts, im Veranlagungszeitraum 1999 ein Verlust aus der Veräußerung von im Jahr 1998 angeschaffter Fremdwährung zu berücksichtigen ist. Die Lösung: Zur Berechnung des Auflösungsgewinns aus einer in ausländischer Währung angeschafften und veräußerten Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft sind sowohl die Anschaffungskosten als auch der Veräußerungspreis zum Zeitpunkt des jeweiligen Entstehens in Euro umzurechnen und nicht lediglich der Saldo des in ausländischer Währung errechneten Veräußerungsgewinns/-verlustes zum Zeitpunkt der Veräußerung. Denn nach den einschlägigen Vorschriften im Einkommensteuergesetz ist die Wertdifferenz eines Wirtschaftsguts zwischen zwei Stichtagen zu besteuern. Alle wertbildenden Faktoren des jeweiligen Wirtschaftsguts sind deshalb zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Veräußerung zu berücksichtigen.

Fundstelle

BFH-Urteil vom 21. Januar 2014, Az. IX R 11/13 (veröffentlicht am 19. März 2014)