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Steuern & Recht

Private Nutzung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen


Das aktuelle Schreiben des Bundesfinanzministeriums zu den Sonderregelungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge steht im Zusammenhang mit den im Zuge des Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetzes eingeführten Neuerungen. Nachdem ursprünglich im Januar 2014 an die Verbände ein Entwurfsschreiben zu dieser Thematik übersandt wurde, hat die Verwaltung nun die Entwurfsfassung ohne materielle Änderungen übernommen und offiziell bekanntgegeben.

Durch das Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz (AmtshilfeRLUmsG) wurde ein Nachteilsausgleich bei Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen bei der privaten Nutzungsbesteuerung eingeführt: Um den Nachteil der Elektroautos gegenüber Kraftfahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor auszugleichen oder zu mildern (der Listenpreis von Elektrofahrzeugen liegt über dem Listenpreis herkömmlicher Kfz) wird bei Bewertung der privaten Nutzung von betrieblichen Kfz der maßgebliche Listenpreis/die gesamten Aufwendungen bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode um die Kosten für die Batteriesysteme gekürzt. Zur Vereinfachung der Ermittlung werden diese Kosten in pauschaler Höhe angesetzt.

Nachdem das Bundesfinanzministerium (BMF) mit Schreiben vom 15. Januar 2014 ein diesbezügliches Entwurfsschreiben an bestimmte Verbände zur Stellungnahme versandt hatte, wurde dieses nun am 5. Juni 2014 ohne materielle Änderungen als offizielles Verwaltungsschreiben veröffentlicht.

Anwendungszeitraum: Die aktuellen ministeriellen Regelungen zur Minderung der Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Privatentnahme, der nicht abziehbaren Betriebsausgaben oder des geldwerten Vorteils sind ab dem 1. Januar 2013 für Elektrofahrzeuge und Hybridelektrofahrzeuge anzuwenden, die vor dem 1. Januar 2023 angeschafft, geleast oder zur Nutzung überlassen werden.

Das ausführliche BMF-Schreiben können Sie hier herunterladen.

Fundstelle

BMF-Schreiben vom 5. Juni 2014 (IV C 6 – S 2177/13/10002)