PwC

Steuern & Recht

Übergangsfrist zum Reverse-Charge-Verfahren bei Metallen verlängert


Bezüglich der im Zuge des sog. „Kroatien-Gesetzes“ eingeführten Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers auf die Lieferung von Edelmetallen und unedlen Metallen wird die hierfür geltende Nichtbeanstandungsregelung der Finanzverwaltung um weitere sechs Monate –  bis zum 30. Juni 2015 – verlängert.

Mit aktuellem Schreiben hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) die Übergangsfrist für die Lieferung bestimmter Metalle (Edelmetalle, unedle Metalle, Selen und Cermets) mit Ausnahme der Goldlieferungen, soweit diese schon vor dem 1. Oktober 2014 dem Abzugsverfahren unterfielen, vom 31. Dezember 2014 auf den 30. Juni 2015 verlängert.

Werden Lieferungen der betreffenden Gegenstände vor dem 1. Juli 2015 ausgeführt, wird es beim leistenden Unternehmer und beim Leistungsempfänger nicht beanstandet, wenn die Vertragspartner einvernehmlich noch von der Steuerschuldnerschaft des leistenden Unternehmers ausgehen – vorausgesetzt, der Umsatz wird vom leistenden Unternehmer in zutreffender Höhe versteuert.

Dies gilt auch in Fällen entsprechend, in denen das Entgelt oder ein Teil des Entgelts nach dem 30. September 2014 und vor dem 1. Juli 2015 vereinnahmt wird und die Leistung erst nach der Vereinnahmung des Entgelts oder von Teilen des Entgelts ausgeführt wird.

Fundstelle

BMF-Schreiben vom 5. Dezember 2015 (IV D 3 – S 7279/14/10002)