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Steuern & Recht

Privates Veräußerungsgeschäft: Umtausch von Wandelschuldverschreibungen in Aktien


Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs handelt es sich um steuerlich relevantes privates Veräußerungsgeschäft, wenn ein Wandelungsrecht dadurch ausgeübt, dass der Steuerpflichtige Aktien des Emittenten unter Zuzahlung eines festgesetzten Preises erwirbt und innerhalb eines Jahres wieder veräußert.

Wandelschuldverschreibungen sind Schuldverschreibungen, bei denen den Gläubigern ein Umtausch- oder Bezugsrecht auf Aktien eingeräumt wird. Das Wandelungsrecht berechtigt den Gläubiger, gegen Hingabe der Schuldverschreibung Aktien der emittierenden AG zu beziehen. Wird das Wandelungsrecht wie im entschiedenen Fall dadurch ausgeübt, dass der Steuerpflichtige Aktien des Emittenten unter Zuzahlung eines festgesetzten Wandlungspreises erwirbt, und veräußert er diese Aktien innerhalb Jahresfrist, ist der Tatbestand eines privaten Veräußerungsgeschäftes erfüllt. Die Anschaffung der später veräußerten Aktien liegt dabei in ihrem Erwerb gegen Entgelt und nicht bereits in der Zeichnung der Wandelschuldverschreibungen.
Fundstelle
BFH-Urteil vom 1. Oktober 2014, IX R 55/13 (veröffentlicht am 28. Februar 2015)