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Steuern & Recht

Risikolebensversicherungsbeiträge sind keine Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung


Beiträge für Risikolebensversicherungen, welche der Absicherung von Darlehen dienen, die zur Finanzierung der Anschaffungskosten eines der Einkünfteerzielung dienenden Immobilienobjekts aufgenommen werden, sind auch dann nicht als Werbungskosten bei Vermietungseinkünften zu berücksichtigen, wenn der Versicherungsvertragsabschluss durch das finanzierende Kreditinstitut vorgegeben war.

Eine Aufteilung von Beiträgen für Risikolebensversicherungen nach den im Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 21. September 2009 niedergelegten Maßstäben kommt nicht in Betracht, wenn sich die durch die Einkünfteerzielung veranlassten Beitragsanteile nicht feststellen lassen und dem Darlehenssicherungszweck gegenüber der Absicherung des Todesfallrisikos eine untergeordnete Bedeutung zukommt. Im entschiedenen Fall war streitig, ob der Kläger Prämien für verschiedene Risikolebensversicherungen als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen kann.

 
Fundstelle
BFH-Urteil vom 13. Oktober 2015 (IX R 35/14), veröffentlicht am 28. Januar 2016