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Steuern & Recht

Gewerblicher Grundstückshandel bei einem geplanten Objekt


In einer nachträglich zur Veröffentlichung bestimmten Entscheidung hat der Bundesfinanzhof erneut zum Vorliegen eines gewerblichen Grundstückshandels Stellung bezogen.

Danach setzt auch ein gewerblicher Grundstückshandel eine Gewinnerzielungsabsicht voraus. Obliegt es dem gewerblichen Händler zu bebauender Grundstücke, mit Rücksicht auf eine längere Verlustphase Umstrukturierungsmaßnahmen zu treffen, so hat er geänderte konkrete Nutzungskonzepte zu entwickeln und zu verfolgen. Dabei gehen die obersten Finanzrichter davon aus, dass die Hoffnung auf einen Veräußerungsgewinn jenseits einer Haltefrist von zehn Jahren regelmäßig privater Natur ist. Wird der Betrieb dann weder umstrukturiert noch aufgegeben, kommt es zum Strukturwandel – zur Liebhaberei. Denn das Unterlassen geeigneter Umstrukturierungsmaßnahmen sei im Hinblick auf das darin liegende nicht marktgerechte Verhalten ein gewichtiges Beweisanzeichen für eine fehlende Gewinnerzielungsabsicht.

Fundstelle

BFH-Urteil vom 5. April 2017 (X R 6/15), veröffentlicht am 20. September 2017