PwC

Steuern & Recht

Steuern & Recht

Update: Keine unbillige Doppelbelastung von St√ľckzinsen mit Erbschaft- und Einkommensteuer


Es ist nicht unbillig, St√ľckzinsen bei der Ver√§u√üerung ererbter Investmentanteile mit dem Abgeltungssteuersatz zu belasten, wenn diese auf einen Zeitraum vor dem Erbfall entfallen und daher bereits der Erbschaftsteuer unterlegen haben. Dies hat das Finanzgericht M√ľnster in einem aktuellen Urteil entschieden. Weiterlesen

Bewertung eines GmbH-Anteils mit dem gemeinen Wert nach § 11 Abs. 2 BewG durch Ableitung aus der Einziehung von Geschäftsanteilen


Das Finanzgericht M√ľnster hat entschieden, dass der Substanzwert bei der Bewertung von Anteilen an Kapitalgesellschaften nach ¬ß 11 Abs. 2 BewG auch dann die untere Grenze bildet, wenn der Steuerpflichtige die Ableitung des gemeinen Werts aus Verk√§ufen unter fremden Dritten – im Streitfall abgeleitet aus der Einziehung von Gesch√§ftsanteilen – geltend macht (entgegen R B 11.3 Abs. 1 Satz 2 ErbStR 2011, entsprechend f√ľr nach dem Stichtag liegende Zeitr√§ume in R B 11.3 Abs. 2 Satz 3 und R B 11.5 Abs. 1 ErbStR 2019). Weiterlesen

Eine zus√§tzlich gezahlte Abfindung, die nach Wahrnehmung einer sog. ‚ÄěSprinterklausel‚Äú gezahlt wird, ist erm√§√üigt zu besteuern


Die einvernehmliche Aufl√∂sung eines Arbeitsverh√§ltnisses erfolgt regelm√§√üig (auch) im Interesse des Arbeitgebers. Eine im Gegenzug gezahlte Abfindung ist daher in der Regel als Entsch√§digung erm√§√üigt zu besteuern. Dies gilt grunds√§tzlich auch f√ľr eine (zus√§tzliche) Abfindung, die f√ľr die (vorzeitige) Beendigung des Arbeitsverh√§ltnisses durch Wahrnehmung einer sogenannten Sprinterklausel gezahlt wird. Denn in diesem Fall kann die K√ľndigung durch den Arbeitnehmer nicht separat, sondern nur im Zusammenhang mit der Aufl√∂sung des Arbeitsverh√§ltnisses insgesamt betrachtet werden. Dies hat das Hessische Finanzgericht rechtskr√§ftig entschieden. Weiterlesen

Private Veräußerungsgeschäfte РKeine Besteuerung des auf das häusliche Arbeitszimmer entfallenden Veräußerungsgewinns


Wird eine zu eigenen Wohnzwecken genutzte Eigentumswohnung innerhalb der zehnj√§hrigen Haltefrist ver√§u√üert, ist der Ver√§u√üerungsgewinn auch insoweit gem. ¬ß 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG von der Besteuerung ausgenommen, als er auf ein zur Erzielung von √úberschusseink√ľnften genutztes h√§usliches Arbeitszimmer entf√§llt (entgegen BMF, Schreiben vom 5. Oktober 2000, IV C 3 -S 2256 – 263/00, Rz. 21) Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil entschieden. Weiterlesen

Grunderwerbsteuer bei treuhänderischem Erwerb


Erwirbt ein Treuh√§nder von einem Dritten f√ľr den Treugeber ein Grundst√ľck (Erwerbstreuhand), ist sowohl der Grundst√ľckserwerb durch den Treuh√§nder als auch der Erwerb der Verwertungsbefugnis durch den Treugeber grunderwerbsteuerpflichtig. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil entschieden. Weiterlesen

Gesch√§ftsver√§u√üerung bei Erwerb eines vom Ver√§u√üerer zun√§chst gepachteten und teilweise untervermieteten Grundst√ľcks


Eine (partielle) Gesch√§ftsver√§u√üerung i.S. des ¬ß 1 Abs. 1a UStG liegt vor, soweit der Erwerber das zun√§chst vom Ver√§u√üerer gepachtete –teilweise eigenbetrieblich genutzte und teilweise untervermietete– Grundst√ľck nach dem Erwerb weiterhin teilweise vermietet. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil entschieden. Weiterlesen

Fehlendes Auswahlermessen macht Auftragspr√ľfung rechtswidrig


F√ľr eine ermessensfehlerfreie Anordnung einer Au√üenpr√ľfung durch ein anderes als das origin√§r √∂rtlich zust√§ndige Finanzamt ist es erforderlich, dass im Rahmen der Auftragserteilung sowohl das Entschlie√üungs- als auch das Auswahlermessen ordnungsgem√§√ü ausge√ľbt und dies dem zu pr√ľfenden Steuerpflichtigen gegen√ľber begr√ľndet wird. Dies hat das Finanzgericht M√ľnster in einem aktuellen Urteil entschieden. Weiterlesen

Abgrenzung zwischen echten und unechten Zusch√ľssen


Eine Gemeinde, die eine Anlegebr√ľcke errichtet und an eine, den √ĖPNV (F√§hrverkehr) betreibende Gesellschaft vermietet, kann grunds√§tzlich als Unternehmerin handeln und die aus den Errichtungskosten resultierenden Vorsteuern abziehen. Zusch√ľsse, welche die Gemeinde f√ľr die Errichtung der Anlegebr√ľcke auf Grundlage des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes erh√§lt, sind ‚Äď anders als die Zusch√ľsse, die sie vom Tr√§ger des √ĖPNV erh√§lt ‚Äď echte Zusch√ľsse. Dies hat das Finanzgericht Schleswig-Holstein entschieden. Weiterlesen