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Steuern & Recht

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Niedrigerer AfA-Satz für ausländische Gesellschaften – ein Verstoß gegen die Kapitalverkehrsfreiheit?


Das Finanzgericht Köln hatte sich bezüglich der noch bis einschließlich 2008 geltenden Rechtslage mit der Frage zu befassen, in welcher Höhe eine luxemburgische Kapitalgesellschaft in Deutschland Abschreibungen auf hier erworbene Immobilien, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden, geltend machen kann. Der Argumentation der Gesellschaft, die unterschiedliche Behandlung von inländischen und ausländischen Kapitalgesellschaften (AfA-Satz von 3% gegenüber 2% für beschränkt Steuerpflichtige) verstoße gegen die Kapitalverkehrsfreiheit, stimmte das Finanzgericht im Ergebnis zu. Allerdings hat der Bundesfinanzhof noch das letzte Wort. Weiterlesen

Neuregelung des Paragrafen 50 d Absatz 3 Einkommensteuergesetz: Alles wie gehabt?


Der Bundestag hat in seiner Sitzung am 27. Oktober 2011 dem sogenannten Beitreibungsrichtlinien-Umsetzungsgesetz zugestimmt. Das Gesetz trat am 1. Januar 2012 in Kraft. Für international tätige Unternehmen ist in diesem Gesetzespaket vor allem die Neufassung der Vorschrift des Paragrafen 50 d Absatz 3 Einkommensteuergesetz von Bedeutung. Diese Vorschrift versagt Begünstigungen, die sich aus der Anwendung von EU-Richtlinien und Doppelbesteuerungsabkommen für die ausländischen Empfänger dieser Einkünfte ergeben. So werden Dividenden- und Lizenzerträge ausländischer Empfänger möglicherweise mit deutscher Abzugssteuer belastet, obwohl die Mutter-Tochter-Richtlinie sowie die Zins- und Lizenzrichtlinie der EU oder das Doppelbesteuerungsabkommen die Freistellung von einer derartigen Besteuerung an der Quelle oder zumindest die Begrenzung der Höhe nach vorsehen. Das erhöht den Verwaltungsaufwand in den beteiligten Unternehmen und reduziert die im Unternehmensverbund vorhandene Liquidität. – Worauf Steuerpflichtige achten sollten, fasst PwCAutor Bertram Früh für Sie zusammen.

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