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Steuern & Recht

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Ort der Lieferung bei Versendung über Konsignationslager


Betreibt ein Lieferant bei einem Abnehmer ein Warenlager, aus dem der Abnehmer bei Bedarf Waren entnehmen kann, handelt es sich grundsätzlich um ein Konsignationslager. Bei einem solchen Konsignationslager bleibt der Lieferant zivilrechtlicher Eigentümer der im Lager befindlichen Ware. Erst wenn der Abnehmer die Ware tatsächlich entnimmt, geht das Eigentum an diesen über. Aus umsatzsteuerlicher Sicht verpflichtet diese Vorgabe ausländische Lieferanten in der Praxis grundsätzlich, sich in Deutschland registrieren zu lassen. Das resultiert daraus, dass sich die Ware zum Zeitpunkt des Verschaffens der Verfügungsmacht im Inland befindet und die Lieferung somit in Deutschland steuerbar und -pflichtig ist. Eine vorgelagerte Bestückung des Lagers aus einem anderen EU-Land gilt als Verbringen von eigenen Waren nach Deutschland, die zusätzlich zu einer Erwerbsbesteuerung durch den Lieferanten im Inland führt. Weiterlesen

Lieferung am Ort der Bearbeitung des Liefergegenstands ausgeführt


Die Lieferung von Metallteilen, die von Italien nach Frankreich versandt werden, zuvor aber noch in Frankreich durch notwendige Lackierarbeiten ergänzt werden, ist keine innergemeinschaftliche Lieferung an den Endabnehmer. Es handelt sich vielmehr um eine eigenständige Lieferung des fertigen Produkts innerhalb Frankreichs. Weiterlesen