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Steuern & Recht

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Dienstwagenbesteuerung bei von Arbeitgeber geleastem PKW


Das Bundesfinanzministerium greift ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom Dezember 2014 zur Vorteilsbewertung der Kfz-Nutzung bei einem sog. Behördenleasing auf. Die Frage war, ob bzw. inwieweit die Urteilsgrundsätze auch außerhalb des Behördenleasings anzuwenden sind. Weiterlesen

Kein Betriebsausgabenabzug bei zusätzlicher freiberuflicher Nutzung des betrieblichen PKW


√úberl√§sst ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen betrieblichen PKW, dessen Kosten der Arbeitgeber in vollem Umfang tr√§gt, auch zur Nutzung f√ľr Fahrten im privaten Bereich und zur Erzielung anderer Eink√ľnfte und versteuert der Arbeitnehmer den daraus erlangten geldwerten Vorteil nach der sog. 1 %-Regelung, kann er f√ľr die PKW-Nutzung bei den Eink√ľnften aus selbst√§ndiger T√§tigkeit keine Betriebsausgaben abziehen. Weiterlesen

Kein Abzug bei betrieblicher Nutzung eines zum Betriebsvermögen des Ehegatten gehörenden PKW


Nutzt ein Steuerpflichtiger in seinem Betrieb gelegentlich einen zum Betriebsverm√∂gen seines Ehegatten geh√∂renden PKW, ohne hierf√ľr Aufwendungen zu tragen, kann er f√ľr die betriebliche Nutzung keine Betriebsausgaben abziehen. Der Bundesfinanzhof geht davon aus, dass die Nutzung des PKW durch die Anwendung der sog. 1%-Regelung durch den Ehegatten abgegolten ist. Weiterlesen

PKW-Nutzung durch Unternehmer f√ľr Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst√§tte


Die Verwendung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW f√ľr Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst√§tte erfolgt nicht f√ľr Zwecke, die au√üerhalb des Unternehmens liegen, und unterliegt insofern nicht als unentgeltliche Wertabgabe der Umsatzsteuer. Weiterlesen

Bemessungsgrundlage bei PKW-√úberlassung an Gesellschafter-Gesch√§ftsf√ľhrer


Wegen der H√∂he der umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlage bei Privatnutzung eines betrieblichen PKW durch den Gesellschafter-Gesch√§ftsf√ľhrer ist zu unterscheiden, ob ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Nutzungs√ľberlassung und der Arbeitsleistung besteht (tausch√§hnlicher Umsatz) oder ob die Nutzungs√ľberlassung ohne eine Gegenleistung hierf√ľr erfolgt (unentgeltliche Wertabgabe). Weiterlesen

Anerkennung eines Ehegatten-Arbeitsverh√§ltnisses mit PKW-Nutzung nur bei Fremd√ľblichkeit


Ist ein Ehegatten-Arbeitsverh√§ltnis steuerrechtlich anzuerkennen ‚Äď insbesondere, wenn dem geringf√ľgig besch√§ftigten Ehegatten die Nutzung eines Pkw zu g√ľnstigen Konditionen gestattet wird? Die PKW-√úberlassung ist in solchen F√§llen nur dann unbedenklich, wenn die Konditionen fremd√ľblich sind. Weiterlesen

Einheitliche Schätzungsmethode bei der Ermittlung des Anteils der privaten PKW-Nutzung


Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied, dass die Umsatzbesteuerung der privaten Nutzung eines dem Unternehmen zugeordneten PKW entweder pauschal in Anlehnung an die ertragsteuerliche Ein-Prozent-Regelung oder aber nach den tats√§chlichen Kosten durchzuf√ľhren ist. Eine Kombination der verschiedenen Methoden ist nicht m√∂glich.

 

Ermittlung der unentgeltlichen Wertabgabe durch Schätzung muss einheitlich erfolgen

Bei der Ermittlung der umsatzsteuerlichen Bemessungsgrundlage f√ľr die private Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs kann nach einer von der Finanzverwaltung im BMF-Schreiben vom 27. August 2004 getroffenen Vereinfachungsregelung von der sogenannten Ein-Prozent-Regelung Gebrauch gemacht werden. Dabei ist f√ľr die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten ein pauschaler Abschlag von 20 Prozent vorzunehmen. Diese Vereinfachungsregelung kann nur insgesamt oder gar nicht in Anspruch genommen werden; der Unternehmer darf nicht die Ein-Prozent-Regelung heranziehen und sodann den Abschlag f√ľr die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten anhand der tats√§chlichen Kosten ermitteln. In dem vom BFH jetzt entschiedenen Fall war ein Steuerpflichtiger bei der Berechnung des ertragsteuerlichen Werts der Nutzungsentnahme von der Ein-Prozent-Regelung ausgegangen, hatte aber den prozentualen Abschlag f√ľr die nicht mit Vorsteuer belasteten Aufwendungen anhand der tats√§chlichen Kosten ermittelt. Er war der Auffassung, die pauschale K√ľrzung von 20 Prozent sei optional und nicht verpflichtend ("kann-Vorschrift"). Der BFH betonte hingegen, dass es sich bei der getroffenen Regelung um ein einheitliches und nicht trennbares "Vereinfachungsangebot der Verwaltung zur √úbernahme des Ein-Prozent Wertes abz√ľglich 20 Prozent" handelt. Will der Unternehmer geltend machen, dass bei ihm besondere Verh√§ltnisse gegeben sind, die durch diese Sch√§tzung nicht zutreffend erfasst werden, bleibt es ihm unbenommen, bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage f√ľr die Besteuerung der nichtunternehmerischen Nutzung seines Fahrzeugs eine der beiden anderen im BMF-Schreiben aufgef√ľhrten Methoden zu w√§hlen (Fahrtenbuchregelung oder sachgerechte Sch√§tzung). (MH)

 

Fundstelle

 BFH-Urteil vom 19. Mai 2010 (XI R 32/08), ver√∂ffentlicht am 22. September 2010