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Steuern & Recht

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Ausbildungskosten einer Flugbegleiterin zur Pilotin als Werbungskosten


Eine erstmalige Berufsausbildung liegt dann vor, wenn diese den Steuerpflichtigen in die Lage versetzt, aus der angestrebten Tätigkeit Einkünfte zu erzielen. Aus diesem Grund sind die Kosten einer Stewardess zur Ausbildung als Verkehrspiloten nicht als Sonderausgaben sondern unbeschränkt als Werbungskosten abzugsfähig. Weiterlesen

Steuerberatungskosten für Erklärungen nach StraBEG nicht abziehbar


Steuerberatungskosten für die Abgabe von Erklärungen nach dem Gesetz über die strafbefreiende Erklärung (StraBEG) können weder als Werbungskosten noch als Sonderausgaben abgezogen werden, weil sie insofern vom pauschalen Abschlag für Aufwendungen im Zusammenhang mit den nacherklärten Einnahmen miterfasst sind. Weiterlesen

Steuerliche Behandlung von Notar- und Gerichtskosten bei gescheiterter Grundstücksveräußerung


Aufwendungen wie zum Beispiel Notar- und Gerichtskosten, die anfallen, weil der Steuerpflichtige sein vermietetes Grundstück veräußern will, sind nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar. Sie können nach Ansicht des Bundesfinanzhofs aber auch nicht bei den privaten Veräußerungsgeschäften berücksichtigt werden, wenn das Grundstück zwar innerhalb der maßgebenden Veräußerungsfrist hätte veräußert werden sollen, es aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht zu der Veräußerung kommt.

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Werbungskosten durch Aufwendungen für arbeitsgerichtlichen Vergleich


Es spricht regelmäßig eine Vermutung dafür, dass Aufwendungen für aus dem Arbeitsverhältnis folgende zivil- und arbeitsgerichtliche Streitigkeiten einen den Werbungskostenabzug rechtfertigenden hinreichend konkreten Veranlassungszusammenhang zu den Lohneinkünften aufweisen. Dies gilt nach Ansicht des Bundesfinanzhofs grundsätzlich auch, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über solche streitigen Ansprüche im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Vergleichs einigen. Weiterlesen

Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz: Zahlreiche Steueränderungen beschlossen


Der Bundesrat hat am 25. November 2011 dem Gesetzentwurf zur Umsetzung der Beitreibungsrichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften (Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz – kurz: BeitrRLUmsG) zugestimmt. Das Regelwerk setzt diverse europäische Richtlinienvorgaben in nationales Recht um und enthält eine Vielzahl steuerlicher Änderungen, etwa zur Sanierungsklausel oder zur beschränkten Erbschaftsteuerpflicht. Das Wortungetüm Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz nimmt damit kurzerhand die Stellung eines Jahressteuergesetzes 2011 ein und tritt im Wesentlichen zum 1. Januar 2012 in Kraft, einige Änderungen gelten jedoch bereits ab dem Tag nach der Gesetzesverkündung, rückwirkend in allen offenen Fällen oder ab 2011.

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Doppelter Mietaufwand als beruflich veranlasste Umzugskosten


Wegen eines Umzugs geleistete doppelte Mietzahlungen können beruflich veranlasst und deshalb in voller Höhe als Werbungskosten abziehbar sein. Dies gilt nach Ansicht des Bundesfinanzhofs ungeachtet dessen, dass Mehraufwendungen im Rahmen der doppelten Haushaltsführung geltend gemacht wurden. Im aktuell entschiedenen Fall war es streitig, ob die Mietaufwendungen für eine neue Familienwohnung, die am Beschäftigungsort von einem Ehegatten bereits genutzt wurde, bis zum Nachzug der Familie unbeschränkt abzugsfähige Werbungskosten waren.

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Berufsausbildung: Vorweggenommene Werbungskosten


Die Aufwendungen einer erstmaligen Berufsausbildung können nach Auffassung des Bundesfinanzhofs als vorab entstandene Werbungskosten anerkannt werden. Dies gilt nach ständiger Rechtsprechung grundsätzlich auch dann, wenn der Steuerpflichtige gegenwärtig noch keine Einnahmen erzielt. Die daran von den Richtern geknüpfte Bedingung: Die Aufwendungen müssen in einem hinreichend konkreten, objektiv feststellbaren Veranlassungszusammenhang mit späteren Einnahmen stehen.

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Kosten für Neu-und Umbau eines Mehrfamilienhauses keine Werbungskosten


Bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung dürfen Aufwendungen dann nicht als Werbungskosten abgezogen werden, wenn es sich um Anschaffungs- oder Herstellungskosten handelt. In diesem Fall kommt nur eine Berücksichtig im Rahmen der planmäßigen Abschreibung in Frage. Werden wesentliche Teile eines Gebäudes oder eines Teils davon abgerissen und durch neue ersetzt, sind die entsprechenden Aufwendungen Herstellungskosten. Der Grund des Umbaus ist für die Beurteilung nicht ausschlaggebend.

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Werbungskosten bei einem Sprachkurs im Ausland


Ob unter der Sonne in Spanien, an der französischen Küste, im Herzen Englands oder im irischen Dublin: Immer mehr Veranstalter haben Sprachkurse für Berufstätige im Programm, die in der Ferne ihre Sprachkenntnisse aufpolieren wollen. Die Kosten der Anreise und Unterkunft können dabei unter bestimmten Voraussetzungen als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Ob und in welchem Rahmen Aufwendungen für Sprachkurse steuerlich geltend gemacht werden können, beschäftigt regelmäßig nicht nur die Finanzverwaltung, sondern auch die obersten Finanzrichter beim Bundesfinanzhof. Mit einem Urteil vom 24. Februar 2011 hat der Bundesfinanzhof nunmehr entschieden, dass die Kosten für einen Sprachkurs im Ausland in der Regel nur anteilig als Werbungskosten abgezogen werden können. Bei der Ermittlung der abziehbaren Kosten kommt es nach dem Urteil nicht auf den zeitlichen Anteil des Sprachunterrichts an der Dauer des Auslandsaufenthalts an.

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