Kategorie: Impact & Reporting

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Menschen- und Umweltrechte in der Lieferkette: Mehr als eine lästige Compliance-Aufgabe

Nach intensiven Diskussionen steht das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in den Startlöchern. Wieso das eine gute Nachricht für Unternehmen ist.

Viele Unternehmen denken beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz erstmal an den hohen regulatorischen Umsetzungsaufwand. Doch das wird der Gesetzesinitiative nicht gerecht, denn mit der Umsetzung der regulatorischen Anforderungen gehen für Unternehmen viele Vorteile einher: Eine transparente Lieferkette stärkt das Vertrauen der Stakeholder, reduziert Risiken, beschleunigt das Unternehmenswachstum und senkt die Kosten. In diesem Blogbeitrag gehen die Expertin Mirjam Kolmar und ich auf Besonderheiten des LkSG ein und erklären, wann Unternehmen aktiv werden müssen.

Auswirkungen von Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft stehen zunehmend im Fokus des betrieblichen und öffentlichen Interesses

Unternehmen, die sich jetzt mit ihren Auswirkungen beschäftigen, können Geschäftsentscheidungen und Kommunikation in Einklang mit gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Forderungen bringen und in der öffentlichen Debatte die Deutungshoheit über ihre Auswirkungen gewinnen.

Eine neue Ă„ra in der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Am 21. April 2021 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Anpassung der CSR-Richtlinie vorgelegt. Die geplanten Änderungen sollen für mehr Transparenz über nachhaltige Aspekte sorgen und im Ergebnis die Zweiklassengesellschaft zwischen finanzieller und nichtfinanzieller Berichterstattung beenden. In Deutschland werden künftig mehrere tausend Unternehmen verpflichtet sein, über nichtfinanzielle Informationen zu berichten. Die geplanten Änderungen betreffen bereits die Berichtsperiode 2023.

Sorgfaltspflichtengesetz – Regulatorik vs. Wettbewerbsvorteil

Mehr denn je hinterfragen Endkunden die Nachhaltigkeit von Produkten. In einem ersten Schritt betreffen diese Anforderungen vor allem die B2C-Industrie. Dies erfordert aber eine konsequent nachhaltige Lieferkettentransparenz bis hin zur letzten Stufe der Wertschöpfungskette. Alle Branchen müssen sich daher letztlich auf entsprechende Nachfrageveränderungen einstellen.