IAA Mobility Premiere für München: “Mia san Mobility” – das war das Motto in der Sustainability Lounge – presented by PwC

PwC Deutschland war Kooperationspartner des neuen IAA Mobility Konzepts – zusammen mit Microsoft haben wir die 550 qm große Sustainability Lounge als Dialograum für Lösungen von nachhaltiger Mobilität geschaffen.

Programm, People und Pepsi – dies brachte in unsere Sustainability Lounge nicht nur viele Fachbesucher und Pressevertreter, sondern auch Promis, wie Nico Rosberg.
Auch den Besuch der Kanzlerin auf der Messe durften wir aus nächster Nähe miterleben.

Ansonsten gab es viel Präsenz mit Kooperationspartnern, z.B. von der Universität St.Gallen, u.a. Dr. Hans-Peter Kleebinder (Studienleiter CAS) und Prof. Dr. Wolfgang Jenewein (Direktor des Institute of Mobility). Vom Rennteam-Chef Ralph Denk von BORA-hansgrohe haben wir gelernt, dass es im Nachwuchsbereich klüger sei auf die “faulen Hunde” mit gutem Datenbestand zu setzen und diese Nachwuchstalente dann mit nachhaltiger Bio-Küche zu speisen.

Sustainability Lounge-Talk: Nico Rosberg im Interview

Bedeutung der Kreislaufwirtschaft in der Automobilbranche ist vielschichtig und bietet eine riesige Chance für Collaboration

Nach der Eröffnung durch unseren Sprecher der Geschäftsführung, Dr. Ulrich Störk, machte Dr. Peter Gassmann, PwCs Global ESG Leader, gemeinsam mit Thorsten Herrmann von Microsoft Deutschland den Auftakt mit dem ersten Panel, das uns gleich wichtige Insights brachte: Peter betonte zum Start, dass sich die Wertschöpfung zu einem langfristigen Prozess entwickeln wird, bei dem Software und Dienstleistungen in den Vordergrund rücken werden. Nur mit einem stärkeren Fokus und spezifischen Strategien für einzelne Bereiche, kann nachhaltig Wert geschaffen werden.


Felix Kuhnert, Hauptinitiator unserer Sustainability Lounge nach dem Auftaktpanel mit Alexander Britz, meinem Kollegen Peter Gassmann und Dr. Matthias Ballweg

Alexander Britz von Microsoft unterstrich, dass es heute keine Alternative mehr gäbe zu einer Dekarbonisierung und “wenn wir es gut angehen, gebe es nicht nur einen Hoffnungsschimmer für die Umwelt, sondern auch eine riesige Opportunity fürs Geschäft”. Dr. Matthias Ballweg von Systemiq warf ein, dass Circular Economy eben mehr als pures Recycling sei. Diese Meinung vertrat auch Dr. Maya Ben Dror (Urban mobility Lead beim Weltwirtschaftsforum), indem sie betonte, wie groß die Chance für eine gemeinsame Politik sei und, dass es letztendlich nicht nur um Politik, sondern vor allem um Sharing und Collaboration gehe.

BORA-hansgrohe & PwC Deutschland – it´s all about data – auch im Radrennsport

Das Radrennteam BORA-hansgrohe war gut vertreten und die Frage war zunächst: Wieso BORA-hansgrohe und PwC? Das hat uns dann mein Kollege Dr. Marco Lützenberger beantwortet: Es geht um das Thema Daten – die Sammlung, Auswertung und Nutzung für Dinge, die der Dateninhaber selbst noch nicht kennt. Darin kennen sich meine Kolleg:innen und wir als PwC uns aus und bringen es in diese Partnerschaft nutzbringend für das Radrennteam ein. So werden Daten beispielsweise auch beim Scouting nach Talenten eingesetzt: Was liegt an Daten vor und was wurde für diesen Datenbestand getan? Daraus kann man dann ganz gut auf das Potential des Talents Rückschlüsse ziehen.

ESG-Transformation rückt immer mehr in den Fokus im Reporting – auch der Zulieferer und Finanzierer setzen auf nachhaltige Investments

Im Panel Kapitalmärkte und Nachhaltigkeit – die Auswirkungen auf den Mobilitätssektor und die Automobilindustrie hatte ich selbst dann einen spannenden Austausch mit Natasha Latich von Allianz Global Investors, Johannes Anschott von der BayernLB und Dr. Stefan Wolf vom Zulieferer ElringKlinger. Anja Kohl (ARD Börse) übernahme die Moderation. 

Alle waren sich einig: Automobilhersteller und -zulieferer sind aufgerufen, den Fortschritt in der ESG-Transformation im Rahmen ihres Reportings glaubhaft gegenüber Investoren und Kapitalgebern zu transportieren. Natasha Latich betonte, dass nachhaltige Investments auf der Erfolgsschiene sind – sie würden immer mehr nachgefragt. Verstärkt durch die Covid-Krise sind sie gerade bei den jüngeren Anlagekunden explizit gewünscht – es gibt eine deutliche Nachfrage für Nachhaltigkeit!

Unser Capital Markets Panel mit Johannes Anschott, Natasha Latich, Dr. Stefan Wolf und mir wurde von Anja Kohl moderiert

Aber auch auf Unternehmensseite steigt die Relevanz im Gesamtunternehmen. Während Nachhaltigkeit früher im wesentlichen die Aufgabe einer Abteilung war, ist es nun eine strategische Aufgabe für das gesamte Unternehmen. Wichtig ist dabei, dass es einen klaren Fahrplan gibt und die Strategie in die Unternehmenssteuerung integriert wird. Dr. Wolf betonte, wie wichtig diese ganzheitliche Umsetzung ist und dass es Zeit und Durchhaltekraft braucht, um diese Reise erfolgreich zu gestalten. Auch das Unternehmensreporting sollte die Strategie transportieren und nicht allein aus purer Regulatorik abgeleitet werden.

Der Themenkomplex ESG ist mittlerweile in fast jedem Kundengespräch an der Tagesordnung – war es vor ein paar Jahren das Thema “Digitalisierung” – ist es heute Nachhaltigkeit und dies wird auch noch eine Weile so bleiben. Tut der Kapitalmarkt der Nachhaltigkeit gut? Ja! Unser Diskussionsteilnehmer Dr. Wolf ist davon überzeugt – der Kapitalmarkt mache ihm zufolge sogar Spaß, wenn man ihn richtig ‘bespielt’.

Meine weiteren Takeaways von der 1. IAA Mobility:

  1. Es geht nur mit einem globalen Ansatz. Vor allem Indien, China und USA müssen handeln. Es gibt gute Alleingänge, z.B. in China im Bereich Elektromobilität, aber das reicht eben nicht.
  2. Wir schauen zu viel auf Risiken und ärgern uns über Regeln, Verbote und Umweltgefahren. Unseren Blick sollten wir aber gerade auch auf die Chancen und Business Opportunities richten – durch neue Geschäftsmodelle, neue Produkte und Technologien sowie neue Lebensformen.
    Es geht um Value Creation – im Bereich Mobility u.a. mit: Charging, Batteries, Cars, Mobility Services and Finance, Software, Data, Components.
  3. Technologie ist ein wichtiger Treiber für die Transformation. Ein zentraler Erfolgsfaktor wird die erfolgreiche Datennutzung auf Plattformen sein, aber auch künstliche Intelligenz als Enabler von digitalen und nachhaltigen Fabriken.

Und last but not least hat mich dieser Satz von meinem Mitreferenten Johannes Anschott von der BayernLB beeindruckt:

„Wenn wir nicht ändern wie wir leben, werden wir nicht mehr leben können.“

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