Sustaining Values Blog

Green Deal: Wie werden europäische Unternehmen branchenübergreifend “Fit for 55”?

Mit dem “Fit for 55”-Paket setzt die Europäische Kommission ein höheres Tempo und strengere Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels. Das ambitionierte Vorhaben erfordert schnelles und wirkungsvolles Handeln – vor allem, aber nicht nur im Energiesektor.

Der “European Green Deal” strebt bis zum Jahr 2050 eine klimaneutrale EU an – und ist das bislang umfangreichste Klima-Gesetzesvorhaben weltweit. Ein Etappenziel zu dessen Umsetzung: die Reduktion der CO2-Emissionen um 55 Prozent bis zum Jahr 2030, verglichen zum Jahr 1990. Mit dem “Fit for  55”-Paket legt die Europäische Kommission deshalb strengere Richtlinien und höhere Ziele vor – beispielsweise in den Bereichen Emissionshandel, Emissionssenkung und erneuerbare Energien. Um dieses ambitionierte Vorhaben umsetzen zu können, erfordert es wesentliche Eingriffe in sämtlichen Sektoren. Durch neue und verschärfte Regularien wird das AusstoĂźen von Treibhausgasen erheblich teurer; gleichzeitig werden Mechanismen zum Ausbau erneuerbarer Energien gefördert.

Wasserstoff – grüne Moleküle als essentielle Ergänzung grüner Elektronen

Wasserstoff (H2) wird zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wirtschaft leisten, muss aus volkswirtschaftlicher Sicht aber immer im Kontext der verschiedenen sektorspezifischen Alternativen betrachtet werden. Unsere Experten Prof. Dr. Jürgen Peterseim und Simon Fahrenholz sprechen mit Dr. Ulrich Störk, Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland, zur Zukunft von Wasserstoff und welche Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben.

Wieso deutsche CEOs den Klimawandel optimistisch sehen

Und warum die Devise gerade deshalb lautet: „Ärmel hochkrempeln und aktiv werden!“ 

Der aktuelle CEO Survey von PwC zeigt: Vier von zehn Unternehmenschefs hierzulande bereitet der Klimawandel kaum Sorgen. Was sind die GrĂĽnde fĂĽr diesen Klima-Optimismus der Deutschen? Ist dieser gerechtfertigt? Was sind die Stolpersteine auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Unternehmen? Und wieso sind Klimaszenarioanalysen so wichtig bei der nachhaltigen Transformation? Die Antwort auf diese und weitere Fragen, gebe ich im folgenden Blogbeitrag.

Im aktuellen CEO Survey von PwC, für den weltweit über 5.000 Vorstandschefs aus 100 Ländern befragt wurden, haben wir die CEOs auch nach ihrer Einstellung zum Klimawandel befragt – mit überraschendem Ergebnis: Vier von zehn deutschen Unternehmenschefs machen sich kaum Sorgen um die Folgen des Klimawandels. Immerhin etwas mehr als die Hälfte (58 Prozent) zeigt sich beunruhigt wegen des Klimawandels und der damit verbundenen Umweltschäden. Bei der Befragung im Vorjahr lag dieser Wert jedoch noch bei 77 Prozent. Und auch im globalen Vergleich sind die Vorstandslenker hierzulande deutlich gelassener, was den Klimawandel und die Folgen angeht: Im weltweiten Durchschnitt zeigen sich immerhin 72 Prozent der CEOs besorgt.

ESG Management – Zwischen Good Housekeeping und Innovation

Die Bekenntnis zu Nachhaltigkeitsstandards ist heute für Unternehmen unverzichtbar, ihre praktische Umsetzung im Geschäftsbetrieb kann aber auch herausfordernd sein. Als Mitglied des PwC Corporate Responsibility (CR) Boards und ab dem 01.07.2021 Nachhaltigkeitsbeauftragte von PwC Deutschland, habe ich mich hierzu mit den beiden Mitgliedern Miriam Conzen und Incken Wentorp des internen Nachhaltigkeitsteams von PwC ausgetauscht:

Menschen- und Umweltrechte in der Lieferkette: Mehr als eine lästige Compliance-Aufgabe

Nach intensiven Diskussionen steht das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in den Startlöchern. Wieso das eine gute Nachricht für Unternehmen ist.

Viele Unternehmen denken beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz erstmal an den hohen regulatorischen Umsetzungsaufwand. Doch das wird der Gesetzesinitiative nicht gerecht, denn mit der Umsetzung der regulatorischen Anforderungen gehen für Unternehmen viele Vorteile einher: Eine transparente Lieferkette stärkt das Vertrauen der Stakeholder, reduziert Risiken, beschleunigt das Unternehmenswachstum und senkt die Kosten. In diesem Blogbeitrag gehen die Expertin Mirjam Kolmar und ich auf Besonderheiten des LkSG ein und erklären, wann Unternehmen aktiv werden müssen.

Auswirkungen von Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft stehen zunehmend im Fokus des betrieblichen und öffentlichen Interesses

Unternehmen, die sich jetzt mit ihren Auswirkungen beschäftigen, können Geschäftsentscheidungen und Kommunikation in Einklang mit gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Forderungen bringen und in der öffentlichen Debatte die Deutungshoheit über ihre Auswirkungen gewinnen.

World Energy Council (WEC) skizziert Post-Covid-Szenarien zur Erreichung der Pariser Klimaziele

Kurz vor dem Ausbruch des Coronavirus im Jahr 2020 veröffentlichte der World Energy Council (WEC) der Niederlande den Bericht “Phasing out carbon”, der ein Szenario zur Dekarbonisierung des Energiemixes und Energieverbrauchs in Nordwesteuropa aufzeigt. Der neue Bericht des WEC „About black swans and green futures: decarbonising Northwest Europe after Covid-19“ geht der Frage nach, inwiefern die Pandemie das Erreichen der Pariser Klimaziele und deren MaĂźnahmen beeinflusst. Der Report untersucht neben den Auswirkungen von Covid-19 und der Pandemie auf die Wirtschaft ebenfalls den Effekt auf Mobilität, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen.

Die Chip-Krise: Hausgemacht oder tatsächlich überraschend (und welche Rolle das Sorgfaltspflichtengesetz hierbei spielen kann)

Weshalb die Versorgungskrise der Halbleiterindustrie nur ein Beispiel für die Komplexität und Abhängigkeiten in heutigen Multi-Tier-Supplier-Netzwerken ist und welchen Beitrag das Sorgfaltspflichtengesetz für die Zukunft leisten kann.

Neben Corona und den aktuellen Rohstoffpreisrallyes hat sich die Halbleiter- und Chipindustrie zu einem handfesten Problem fĂĽr eine nachhaltige gesamtwirtschaftliche Erholung herausgestellt. Es stellt sich die Frage, 

  • ob das Problem tatsächlich so ĂĽberraschend gekommen ist, 
  • es vielleicht auch schneller wieder verschwindet, 
  • oder ob es eine langfristige, industrieĂĽbergreifende Herausforderung darstellt 
  • und sich nicht nur auf Electronics auswirkt, sondern auch andere Produkte betrifft.

Kann die Einführung des neuen Sorgfaltspflichtengesetzes eine Chance darstellen, die strukturellen Probleme anzugehen und nachhaltig sowie branchenübergreifend die Supply-Chain Transparenz und somit auch die allgemeine Versorgungssicherheiten zu erhöhen?

Dieser Blogbeitrag von mir und unserem Einkaufsexperten Wolf Göhler betrachtet die Ursachen von aktuellen Versorgungsengpässen und wie die aktuelle Regulatorik auch eine Chance für die Zukunft darstellen kann.

Net Zero – long way to go

Führungskräfte aus der Wirtschaft, aber auch Regierung, Investoren und Gesellschaft müssen jetzt handeln, um die Klimaerwärmung zu begrenzen und sich dem Net-Zero-Ziel anzunähern.

Im vergangenen Jahr hat eine schnell wachsende Zahl namhafter Unternehmen ”Net Zero”-Ziele angekündigt. Diese Bewegung markiert eine Trendwende von einem rückwärts orientierten, bestandswahrenden Denken hin zu einem aktiven Bekenntnis zu neuen Chancen. Die Zusagen der Unternehmen verliehen einem schwierigen Jahr Hoffnung. Denn es hat eine starke Symbolik, wenn sich große Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie, der Automobilindustrie, Fluggesellschaften und anderen Branchen mit einem traditionell hohen CO2-Fußabdruck zu einer schnellen Dekarbonisierung verpflichten.

Kommentar zur Net Zero & Sustainability European Data Centre-Konferenz vom 22.04.2021

Eine Betrachtung der Hyperscale-Rechenzentren von Microsoft im Rahmen des Climate Neutral Data Centre Pact

Worum ging es bei der Konferenz?

Am Earth Day, den 22. April 2021, fand die virtuelle Konferenz zum Thema “Net Zero & Sustainability European Data Centre” statt. Unsere Kollegen Christoph Janssen, Gleb Safonov und Nicolai Prüsmann aus dem “Technology-enabled Sustainability”-Team von Sebastian Paas waren dabei und haben die wichtigsten Fakten in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Das Leitthema der Konferenz umfasste die Betrachtung von Ansätzen mit Fokus auf den nachhaltigen Betrieb sowie die Dekarbonisierung von Datenzentren. Dafür gaben führende Unternehmen, Organisationen und Institutionen aus aller Welt wie Microsoft, Google, Vattenfall, Schneider Electric, Bitkom e.V. und viele weitere Einblicke in ihre Strategien und operativen Methoden.