Die ökologische Dimension des Zentralbankwesens: Neugestaltung des gesamtwirtschaftlichen Rahmens

Warum die Zeit reif ist, das makroprudenzielle Regelwerk zu überdenken, um klimabedingte Risiken einzubeziehen.

Warum grüne Zentralbanken?

Der Klimawandel hat das Potenzial, alle Bereiche der Wirtschaft zu beeinflussen. Er ist eine Bedrohung für die Stabilität des Finanzsystems, die mehr Schaden anrichten könnte als COVID-19 und die Finanzkrise 2009 zusammen.

Es besteht ein breiter Konsens darüber, dass die Finanzströme in nachhaltige Aktivitäten umgelenkt werden müssen, um eine Wirtschaft zu schaffen, die die Grundlagen unserer Existenz bewahrt und nicht bedroht. Bislang konzentrierten sich die meisten Debatten und regulatorischen Initiativen zur Ökologisierung des Finanzsystems auf Geschäftsbanken.

In letzter Zeit wird jedoch zunehmend klar, welche Rolle die Zentralbanken bei der Unterstützung der Entwicklung von grünem Finanzwesen und der Bewältigung der mit dem Klimawandel verbundenen Risiken spielen müssen.

Traditionell haben Zentralbanken ökologische und soziale Ziele nicht explizit in ihre Entscheidungen einbezogen oder deren Auswirkungen über den engen monetären Bereich hinaus bewertet. Doch ökologisch nicht nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten sind zu einem Anliegen von Zentralbankern und Finanzaufsichtsbehörden geworden, da das Klimarisiko auch eine Quelle für finanzielle Risiken ist. Wo die Wirtschaft als Ganzes gefährdet ist, ist auch die finanzielle Stabilität betroffen. Dies steht in direktem Zusammenhang mit der Rolle der Zentralbanken als Hüter der finanziellen, monetären und makroökonomischen Stabilität.

Weitere Informationen und den vollständigen (englischsprachigen) Bericht finden Sie hier.

 

Weiterführende Links: