Kommentar zur Net Zero & Sustainability European Data Centre-Konferenz vom 22.04.2021

Eine Betrachtung der Hyperscale-Rechenzentren von Microsoft im Rahmen des Climate Neutral Data Centre Pact

Worum ging es bei der Konferenz?

Am Earth Day, den 22. April 2021, fand die virtuelle Konferenz zum Thema “Net Zero & Sustainability European Data Centre” statt. Unsere Kollegen Christoph Janssen, Gleb Safonov und Nicolai Prüsmann aus dem “Technology-enabled Sustainability”-Team von Sebastian Paas waren dabei und haben die wichtigsten Fakten in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Das Leitthema der Konferenz umfasste die Betrachtung von Ansätzen mit Fokus auf den nachhaltigen Betrieb sowie die Dekarbonisierung von Datenzentren. Dafür gaben führende Unternehmen, Organisationen und Institutionen aus aller Welt wie Microsoft, Google, Vattenfall, Schneider Electric, Bitkom e.V. und viele weitere Einblicke in ihre Strategien und operativen Methoden.

Warum und in welchem Ausmaß sind CO2-Emissionen relevant für Rechenzentren?

Rechenzentren produzieren nicht nur viel Wärme, die abgeleitet werden muss, sondern verbrauchen auch große Mengen an Strom und IT-Komponenten. Die Energieerzeugung sowie die Herstellung von neuen Datenzentren sowie benötigter Komponenten sind direkt mit CO2-Emissionen verbunden. Deshalb wenden viele Tech-Unternehmen heutzutage bereits Nachhaltigkeitsstrategien an, in welchen der Fokus auf der Nutzung oder dem Bau „grüner“ Rechenzentren liegt (Quelle: Nachhaltige Rechenzentren Leitfaden, S. 10). 

Bemerkenswert war ebenfalls das Statement vieler teilnehmender Organisationen, dass in einem Großteil der Ausschreibungen für den Bezug von IT-Services aus der Cloud bzw. die Auslagerung eigener IT-Services dorthin, nachhaltige Kriterien eine große Rolle spielen. Diese Ausprägung habe sich in den letzten 12-18 Monaten signifikant verstärkt.

Wie geht unser strategischer Partner Microsoft damit um, seine Hyperscale-Datenzentren nachhaltig zu betreiben?

„Neutral is not enough“ lautet der Hauptslogan von Microsoft zur Senkung eigener CO2-Emissionen, weshalb das Tech-Unternehmen bis zum Jahr 2030 eine negative CO2-Bilanz erreichen will. Der umweltfreundliche Betrieb von Rechenzentren sowie eine nachhaltige Cloud-Infrastruktur sind dafür ein signifikanter Eckpfeiler.

Bis 2025 werden alle Microsoft-Datenzentren zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt (Quelle: Microsoft). Auch die Errichtung von neuen Hyperscale-Rechenzentren wird nachhaltiger, indem Baustoffe verwendet werden, die 15-30 Prozent weniger CO2 enthalten (Quelle: Environmental Sustainability @Microsoft, Ole Kjeldsen). Dabei wird das Infrastruktur-Design von Cloud-Rechenzentren ständig erneuert und optimiert, und zwar deutlich schneller als bisher bei konventionellen Datenzentren möglich war, was wiederum die kontinuierliche Implementierung aktuellster Umwelttechnologien ermöglicht.

Ein weiteres Highlight – alle neuen Hyperscale-Rechenzentren werden ausschließlich erneuerbare Energie verbrauchen und Microsoft will dafür eigene umweltfreundliche Kraftwerke bauen. Dabei wird überschüssige „grüne“ Energie am Markt angeboten, wovon auch die lokalen Gemeinschaften in der Umgebung profitieren sollen.

Was ist der Climate Neutral Data Centre Pact?

Neben Microsoft hat sich eine beträchtliche Anzahl relevanter Marktplayer deshalb auch bereits dem Climate Neutrale Data Centre Pact im Rahmen des European Green Deal angeschlossen. In diesem wurde sich auf Standards für Energieeffizienz, Einsatz grüner Energie, Wassernutzung, Kreislaufwirtschaft und -energiesysteme geeinigt.

Wir gehen davon aus, dass auch auf globaler Ebene weitere Anbieter diesem Ansatz folgen werden und sich sukzessive ein neuer Marktstandard etablieren wird.

So hilft PwC: 

Wir unterstützen unsere Kunden bei  anstehenden Cloud Transformation, unter anderem in den Bereichen:

  •  Anbieterauswahl,
  •  Auslagerung der Infrastruktur sowie von IT-Services und 
  • der Modernisierung des digitalen Arbeitsplatzes.

Mehr Details dazu finden Sie auf unserer Nachhaltigkeitsseite und auf unserer Microsoft Allianz-Seite.