Fit für die Zukunft - Wie Verteilnetzbetreiber sich strategisch neu positionieren sollten.

Der Krieg in der Ukraine, die dadurch ausgelöste Energiekrise sowie die Pläne der Bundesregierung beschleunigen die Energiewende rasant.

Zur Stromwende hinzu kommen die Wärme- und die Mobilitätswende. Und: Kunden gestalten die Energiewende immer stärker mit, indem sie verstärkt in die dezentrale Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen investieren, E-Autos privat und halböffentlich laden und Wärme statt aus Gas mehr und mehr durch Fern- und Nahwärme sowie durch Wärmepumpen gewinnen.

Kurzum: Die Rahmenbedingungen für Energieversorgungsunternehmen und speziell für Verteilnetzbetreiber ändern sich drastisch. Zugleich stellen die aktuellen Lieferkettenprobleme immer höhere Materialpreise und der Fachkäftemangel sie vor große Herausforderungen – bei gleichbleibend hohen Anforderungen an ihre wirtschaftlichen Ergebnisse und an lokale Klimaschutzbemühungen.

Die vier wesentlichen Handlungsfelder für Verteilnetzbetreiber

Um in dieser Situation zukunftsfähig zu bleiben – oder zu werden –, müssen sich Verteilnetzbetreiber strategisch neu aufstellen und ihre Unternehmensprozesse umgestalten, zum Teil grundlegend.

Die vier wesentlichen Transformationsfelder für Verteilnetzbetreiber sind:

  1. Die Prozesse von Verteilnetzbetreibern sollten auf die intelligente Steuerung von Verbrauchern und Einspeisern ausgerichtet sein. Die Steuerung wird in Niederspannungsnetzen immer wichtiger.
  2. Verteilnetzbetreiber müssen beispielsweise beim Strom ihre Prozesse stärker auf Anschluss und Inbetriebnahme von Kundenanlagen ausrichten. Bei der Nah- und Fernwärme müssen sie das Zusammenspiel mit anderen Funktionen eines EVU neu definieren. Auch das Drittgeschäft muss stärker kundenorientiert sein.
  3. Prozesse müssen hocheffizient sein, um auch unter hohem Kostendruck gute Ergebnisse zu erzielen und um ein höheres Volumen etwa bei Planung, Bau und Netzanschluss zu erreichen – trotz fehlender Fachkräfte.
  4. Planungen sollten verstärkt auf die Verfügbarkeit eigener Ressourcen und auf Ressourcen von Partnern fokussieren. Dies wird immer wichtiger, weil immer mehr Aufgaben mit neuem Qualifikationsprofil hinzukommen. Deshalb muss die Planung mittel- bis langfristig ausgerichtet sein. Essenziell ist, Mitarbeitende fortlaufend weiterzuentwickeln sowie Partner intelligent einzubinden.

PwC steht EVUs und Verteilnetzbetreibern bei all diesen und weiteren strategischen Fragen als Sparringspartner mit langjähriger Erfahrung in der Energiewirtschaft zur Seite.

Ansprechpartner:
Alexander Bräuer

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