„Voneinander lernen, heißt erfolgreich transformieren lernen“

Recap: So war die Preisverleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022

Am zweiten Dezember hat die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. zum 15. Mal den namensgebenden Award verliehen. Die Gewinner zeigten, dass der Fokus auf soziale und ökologische Verantwortung keine Frage der Branche oder Unternehmensgröße ist, sondern vielmehr mit der richtigen Einstellung zu tun hat.

Inspiration, Wertschätzung, Vernetzung – es gibt viele Gründe dafür, dass der Deutsche Nachhaltigkeitspreis längst eine wichtige Konstante für den nachhaltigen Wandel in Deutschland ist. Welche dieser Facetten besonders zur hohen Relevanz der Auszeichnungen beitragen, liegt natürlich ganz im Auge der Betrachtenden. Ich kann für mich sagen, dass mich vor allem die Innovationskraft der nominierten Unternehmen im Allgemeinen – und natürlich die der Gewinner im Speziellen – fasziniert hat. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass wir in diesem Jahr gemeinsam mit Strategy& erstmals als Methodikpartner in den Award-Kategorien „Unternehmen“ und „Local Heroes“ mit an Bord waren. Nicht irgendein Jahr, wohlgemerkt, sondern das 15. Jubiläum des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, dem ich unseren 100. Blogbeitrag widme: für uns gleich eine doppelte Ehre. Dass die Preisverleihung am 2. Dezember im Düsseldorfer MARITIM noch ein spätes Highlight für dieses Jahr werden sollte, war damit schon im Vorfeld klar.


Foto: Dariusz Misztal

Wertschätzung für Vorreiter mit Vorbildfunktion

Zugegeben: Durch unsere Mitarbeit an der Auswertung der Bewerbungen hatte ich zumindest für die beiden genannten Kategorien einen leichten Wissensvorsprung. Das hat die Freude allerdings kaum geschmälert, als die Siegerunternehmen für ihr Engagement ausgezeichnet wurden. Ich halte es für sehr wichtig, Vorreiter wie diese an prominenter Stelle zu würdigen – nur so motivieren wir andere, es ihnen gleichzutun.


Foto: Ralf Rühmeier

In der Kategorie „Unternehmen“ haben dabei folgende Unternehmen das Rennen gemacht:

  • Biodiversität: Allos Hof-Manufaktur GmbH
  • Gesellschaft: Dialoghaus Hamburg gGmbH
  • Klima: Druckerei Lokay e.K. und Klöckner & Co. SE
  • Ressourcen: Laverana GmbH & Co. KG und Nickelhütte Aue GmbH
  • Lieferkette: Wildling Shoes GmbH

Einer der zwei Preise im Transformationsfeld „Ressourcen“ wurde von unserer Partnerin und Expertin für ESG-Reporting, Nicolette Behncke, an die Laverana GmbH & Co. KG übergeben.


Foto: Ralf Rühmeier

Mit dem neuen Sonderpreis „Local Heroes“ haben wir die Quartiermeister – korrekter Konsum GmbH ausgezeichnet. Das Unternehmen ist die erste gemeinwohlbilanzierte Biermarke Deutschlands und gibt 10 Prozent seiner Roherlöse zurück in die Gesellschaft. Das Ziel: Soziale und kulturelle Projekte in der Region zu fördern.


Foto: Ralf Rühmeier

Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette reflektieren

Das Maritim Düsseldorf war am Abend der Preisverleihung nicht nur ein Treffpunkt für Wertschätzung, Inspiration und Vernetzung, sondern auch ein Ort des Lernens. Denn jedes der ausgezeichneten Projekte brachte wichtige Erkenntnisse mit – von der Entwicklung einer konkreten und messbaren Zielsetzung über die Bedeutung der strategischen Stakeholder-Kommunikation bis zur Operationalisierung von ESG-Maßnahmen. Und voneinander lernen, heißt erfolgreich transformieren lernen. Denn die globalen Herausforderungen ökologischer und sozialer Veränderungsprozesse kann heute niemand mehr allein stemmen. Der Erfolg von ESG-getriebenen Transformationsprojekten steht und fällt aber nicht nur mit den kollaborativen Fähigkeiten, sondern auch mit dem Betrachtungsspektrum. Heißt: Unternehmen müssen Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette reflektieren, um wirklich einen Unterschied zu machen. Ein Verständnis, das an diesem Abend in Düsseldorf allgegenwärtig war.


Foto: Ralf Rühmeier

ESG-Transformation in der Tiefe begreifen

Neben unserer Beteiligung als Methodikpartner habe ich mich auch sehr über unsere Beiträge zum Kongressprogramm des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gefreut. So durfte nicht nur ich in einer Keynote auf die aktuellen Herausforderungen des nachhaltigen Wandels eingehen, sondern auch einige meiner Kollegen bei den praxisorientierten Dialogforen über die Entwicklung und Umsetzung belastbarer ESG-Strategien diskutieren.


Foto: Dariusz Misztal

Robert Kammerer, Partner für ESG & Risk Consulting bei PwC Deutschland, wies im Gespräch über das Lieferkettengesetz etwa darauf hin, dass viele Unternehmen bereits alles hätten, um die erforderlichen Prozesse zu implementieren – es fehle lediglich an der abteilungsübergreifenden Kommunikation, um A und B zusammenzuführen.


Dr. Peter Gassmann, Global Leader von Strategy&, erörterte in einer Gesprächsrunde mit Dr. Eckart von Hirschhausen, Geschäftsführer der Stiftung Gesunde Erde, und Prof. Dr. Günther Bachmann, Leiter der Jurysitzung des DNP, wie die ESG-Transformation möglichst schnell in die Breite getragen und wie Nachhaltigkeit in Unternehmensstrategien integriert werden kann. Spannende Themen, die man in dieser Tiefe nur bei dem Deutschen Nachhaltigkeitstag findet.


Foto: Ralf Rühmeier

ESG-Transformation schneller vorantreiben

Die klare Ausrichtung an den Zielen der Agenda 2030 sowie den Sustainable Developments Goals der UN (SDGs) verleiht dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis das notwendige Gewicht, um seine Relevanz als Institution für den nachhaltigen Wandel weiter zu festigen – daran hat der Abend keine Zweifel gelassen. Dass es den Veranstalter:innen dabei noch gelingt, das ernste Thema mit einer derart unterhaltsamen Award-Show zusammenzubringen, ist nicht nur bemerkenswert – es kann dem wichtigen Anliegen nur zuträglich sein. Wir alle wissen, dass wir deutlich schneller transformieren müssen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu halten. So freue ich mich schon jetzt auf das nächste Jahr und bin sehr gespannt, welche Fortschritte wir bis dahin gemacht haben, um den nachhaltigen Wandel entschlossen voranzutreiben.


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