DAC 6 UK Update

Die UK Steuerbehörde HMRC hat in der Silvesternacht in einem Schreiben an Branchenverbände eine wesentliche Änderung der Anwendung von DAC 6 in Großbritannien mitgeteilt.

Dies kommt etwas überraschend und wurde so nicht erwartet. Die Kernaussagen der HMRC und die aktualisierten Regelungen finden Sie hier.

Die DAC 6 Meldepflicht wird nur noch für eine begrenzte Zeit bestehen und nur für grenzüberschreitende Gestaltungen (d. h. solche, die das Vereinigte Königreich oder einen EU-Mitgliedstaat betreffen), die die Kennzeichen der Kategorie D erfüllen. Diese Änderung ist als vorübergehender Schritt zu verstehen. Die Behörde hat mitgeteilt, dass das Vereinigte Königreich im kommenden Jahr die 2018 Mandatory Disclosure Rules („MDR“) der OECD beraten und umsetzen wird, um DAC 6 zu ersetzen und um von den europäischen auf die internationalen Regeln zu wechseln. Dieser eingeschränkte Anwendungsbereich gilt auch für den Übergangszeitraum vom 25. Juni 2018 bis zum 30. Juni 2020 sowie für den Zeitraum 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

Mit dem Ende der Brexit-Übergangszeit am 31. Dezember 2020 um 23 Uhr entfielen die Verpflichtungen zur Umsetzung von DAC 6 für das Vereinigte Königreich. Gemäß dem kürzlich abgeschlossenen Freihandelsabkommen ist das Vereinigte Königreich nur verpflichtet, sicherzustellen, dass jede Gesetzgebung, die es am Ende der Übergangszeit in Bezug auf den Informationsaustausch über potenzielle grenzüberschreitende Steuergestaltungen umsetzt, das Schutzniveau bietet, das im Einklang mit den in der OECD vereinbarten Standards und Regeln steht. Dementsprechend hat die UK-Regierung am 31. Dezember 2020 ein Gesetz veröffentlicht (das am Ende der Übergangsfrist in Kraft tritt), um den Anwendungsbereich der Verordnungen im Einklang mit der MDR einzuschränken. Der entsprechende Leitfaden für die DAC 6-Meldung soll noch aktualisiert werden; HMRC wird in Kürze zudem ein Update über die erforderliche Meldeplattform zur Verfügung stellen.

Zu beobachten bleibt insbesondere, wie sich diese Änderungen auf die Meldepflichten von britischen Unternehmen mit Niederlassungen in der EU bzw. auf relevante Nutzer bzw. Kunden auswirkt. Wir werden Sie in den kommenden Tagen und Wochen über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

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