Neue Q&A der ESMA zu ESG-bezogenen Leistungskennzahlen

Zwei neue Fragen und Antworten der ESMA zu ihren Leitlinien zur Anwendung von APMs.

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) ergänzt in unregelmäßigen Abständen ihre Fragen und Antworten zu ihren (unverbindlichen) Leitlinien zur Anwendung sogenannter Alternativer Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures; APM) unter anderem im Lagebericht. APM sind Finanzkennzahlen, die nicht im einschlägigen Rechnungslegungsrahmen oder nach anderem geltendem Recht definiert sind, z.B. (adjusted) EBIT/EBITDA, Nettoverschuldung oder Free Cash Flow.

Letzten Freitag, am 1. April, wurden zwei Fragen und Antworten zu ESG-bezogenen Leistungskennzahlen (z.B. „grüne Umsatzerlöse“ oder „nachhaltige Investitionsausgaben“) ergänzt.

Frage 19 befasst sich mit der Anwendbarkeit der Leitlinien auf ESG-bezogene Leistungskennzahlen. Die ESMA stellt fest, dass die Leitlinien auf (beispielsweise in Lageberichten verwendete) ESG-bezogene Leistungskennzahlen anzuwenden sind. Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Kennzahlen im geltendem Recht definiert sind und danach offengelegt werden, beispielsweise bei Offenlegungen nach der EU-Taxonomie-Verordnung oder nach der EU-Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (Sustainable Finance Disclosure Verordnung – SFDR). Des Weiteren regt die ESMA an, die verwendeten ESG-bezogenen APMs auf Kennzahlen, die nach der EU-Taxonomie-Verordnung bzw. der SFDR gefordert werden, überzuleiten.

Frage 20 befasst sich mit den Bezeichnungen ESG-bezogener APMs („Labelling“). Nach Auffassung der ESMA muss deutlich werden, ob die verwendeten ESG-bezogenen APMs in Übereinstimmung mit der EU-Taxonomie-Verordnung bzw. der SFDR ermittelt worden sind. Dies sollte durch die Bezeichnung der APMs und/oder durch ergänzende Informationen deutlich werden. Ergänzend weist die ESMA darauf hin, dass die Verwendung von APM zu erläutern ist, damit ihre Relevanz und Verlässlichkeit verständlich wird.

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