Orientierung im EUDR-Tool-Dschungel: Mit unserem Kriterienkatalog Software fundiert auswählen

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Der Markt für EUDR-Software ist vielfältig – und die Unterschiede liegen oft im Detail. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Transparenz zu schaffen und Risiken wie Bußgelder oder Lieferstopps zu vermeiden.

Unser strukturierter Kriterienkatalog bietet Orientierung, macht Funktionen vergleichbar und unterstützt fundierte, effiziente Entscheidungen.

Die letzten Anpassungen an der EUDR zeigen vor allem eines: Die Anforderungen verändern sich – aber sie verschwinden nicht. Einzelne Pflichten wurden entschärft oder neu verteilt, der Kern der Verordnung bleibt jedoch anspruchsvoll. Unternehmen müssen weiterhin Transparenz über Produktionsflächen schaffen, Risiken analysieren und digitale Prozesse etablieren, die auch künftigen Änderungen standhalten. 

Gleichzeitig erhöht die politische Debatte die Dynamik. Anbieter erweitern ihre Lösungen, der Markt wird unübersichtlicher. Ein strukturierter Kriterienkatalog schafft hier Orientierung: Er trennt Pflichtfunktionen von optionalen Features und macht die tatsächliche Tiefe der EUDR-Abdeckung sichtbar. So können Unternehmen Prioritäten setzen und sicherstellen, dass die gewählte Lösung auch langfristig tragfähig bleibt. 

Kostenloser Softwarekriterienkatalog

In der Praxis zeigt sich oft: Viele Lösungen wirken auf den ersten Blick umfassend, stoßen aber bei der Abbildung komplexer Datenanforderungen, bei Workflows oder Konfigurationsmöglichkeiten an Grenzen. Die richtigen Fragen helfen, solche Unterschiede bereits im Auswahlprozess zu erkennen, bevor sie im Betrieb zu Herausforderungen werden.  

Auf Basis unserer Erfahrung in ESG, Compliance und Lieferkettenmanagement sowie zahlreichen Auswahl‑ und Implementierungsprojekten haben wir bei PwC einen praxisorientierten Kriterienkatalog entwickelt – ergänzt durch Erkenntnisse aus unserer eigenen ESG‑Software „Check Your Value Chain“.  

Bei der Entwicklung haben wir zudem bewährte Vorlagen wie den Softwarekriterienkatalog von OroVerde und dem Global Nature Fund (Version Juni 2025) berücksichtigt und methodisch weiterentwickelt. 

Zusätzlich fließen unsere Insights zu grundlegenden Systemanforderungen ein, die im Auswahlprozess häufig übersehen werden – etwa die Abbildung von Organisationsstrukturen, Rollen- und Berechtigungsmanagement oder Audit‑Trails. Gerade diese Aspekte entscheiden später maßgeblich über Sicherheit, Skalierbarkeit und Praxistauglichkeit einer Lösung. 

Was unser Softwarekriterienkatalog leistet

Der Katalog bietet eine ganzheitliche Struktur, die alle entscheidenden Aspekte abdeckt: von Anbieterstabilität und Zertifizierungen über End-to-End-Prozesse bis hin zu Geodatenhandling, Datenintegration, technischer Infrastruktur, Implementierung und Support. 

Er lässt sich direkt an Softwareanbieter versenden und ermöglicht eine transparente, flexible Bewertung – ideal für Ausschreibungen und Marktsondierungen. 

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Auszug aus unserem kostenlosem Softwarekriterienkatalog: EUDR-Compliance und Funktionalität

Flexibel anpassbar – für unterschiedliche Anforderungen und mehr Effizienz

Jedes Unternehmen setzt eigene Prioritäten. Deshalb lässt sich der Kriterienkatalog an Branchenlogiken, individuelle Gewichtungen und zusätzliche Anforderungen anpassen. Die Fragen sind robust genug, um Orientierung zu geben, aber nicht starr – ein entscheidender Vorteil in einem dynamischen Markt.  

Gleichzeitig erhöht die standardisierte Bewertungslogik die Effizienz im Auswahlprozess, schafft Transparenz gegenüber internen Stakeholdern und ermöglicht objektive Vergleiche. Besonders hilfreich: Der Katalog enthält unsere Empfehlungen – ein Plus für interne Diskussionen. 

Worin sich EUDR-Software unterscheidet

Die zentralen Unterschiede zwischen EUDR‑Lösungen liegen weniger in einzelnen Funktionen als in der Qualität und Reife der Anbieter. Viele neue Tools basieren auf wenig erprobten Architekturen, sind nicht sicherheits‑ oder qualitätsgeprüft und stammen teils von Unternehmen mit unklarer langfristiger Stabilität. Durch die letzte Verschiebung der EUDR steigt das Risiko, da sich Anforderungen und Rahmenbedingungen verändern. Eine professionelle Auswahl muss daher die organisatorische, technische und finanzielle Belastbarkeit des Anbieters berücksichtigen. 

Zudem unterscheiden sich Lösungen vor allem in drei Punkten:  

  • Qualität der Geodatenanalyse: Entscheidend ist, wie gut die Software interne und externe Geodaten zusammenführt und auswertet. Wichtig sind präzise Flächenabgleiche, verlässliche Quellen und eine verständlich aufgebaute Analyse, die Ergebnisse nachvollziehbar darstellt. Die Qualitätsunterschiede zwischen Lösungen liegen vor allem darin, wie robust und konsistent diese Auswertung erfolgt.
  • Tiefe der Risikobewertung: Während manche Tools auf einfachen Checklisten basieren, nutzen andere zusätzlich Länder‑ und Legalitätsindizes, externe Datenbanken, KI‑gestützte Auswertungen und automatisierte Scoring‑Methoden. Dadurch entsteht ein breites Spektrum an Ansätzen – von reiner Dokumentation bis hin zu datenbasierten Bewertungslogiken.
  • Mehrmandantenfähigkeit: Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist, wie gut eine Software rechtliche Einheiten und ihre Beziehungen zueinander abbilden kann. Dazu gehören klare Verantwortlichkeiten und ein Berechtigungsmodell, das komplexe Unternehmensstrukturen realistisch widerspiegelt. Gerade für größere Unternehmen ist diese Mehrmandantenfähigkeit zentral – sie ermöglicht Skalierbarkeit, unterstützt die Datenhoheit und sorgt für einen verlässlichen, stabilen Betrieb. 

Warum objektive Kriterien auch für die Zusammenarbeit zählen

Software ist nur so gut wie ihre Implementierung. Deshalb bewertet der Katalog auch Projektmethodik, Schulungen, Support, Release‑Zyklen und Produktstrategie. Das verhindert Investitionen in Lösungen, die regulatorisch oder technisch nicht zukunftsfähig sind. 

Orientierung beginnt mit den richtigen Fragen

In einem Markt, der sich politisch wie technisch schnell weiterentwickelt, wird ein objektiver Kriterienkatalog zum zentralen Instrument für fundierte und vorausschauende Entscheidungen. 

Den Basisversion des EUDR-Softwarekriterienkatalogs können Sie jetzt hier kostenlos herunterladen: Link

Hinweis: Die hier bereitgestellte Version ist unsere Basisversion – mit ausgewählten PwC‑Empfehlungen und gesetzlichen Herleitungen. Die Vollversion inklusive aller Empfehlungen und regulatorischer Grundlagen stellen wir Ihnen nach einem unverbindlichen Gespräch gern ebenfalls kostenlos zur Verfügung.

Weiterführende Links:

Laufende Updates zum Thema erhalten Sie über das regulatorische Horizon Scanning in unserer Recherche-Applikation PwC Plus. Lesen Sie hier mehr über die Möglichkeiten und Angebote.

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Viktoria Demin

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