Risikokultur 7. MaRisk Novelle – Umsetzungshilfen -

Mit Veröffentlichung der 7. MaRisk Novelle (RS 05/2023) im letzten Jahr hat die BaFin sich auch nochmal mit dem Thema Risikokultur beschäftigt.

In diesem Zusammenhang ergeben sich vier Anpassungen/Weiterentwicklungen:

  • Die Aufsicht erwartet eine Weiterentwicklung der Risikokultur, so dass eine Steuerung und Überwachung möglich sind.
  • Die Risikokulturaspekte sind schriftlich z.B. in einem Framework/ Rahmendokument zur Risikokultur zu dokumentieren.
  • Mit der Risikokultur soll ein „Ökosystem“ geschaffen werden, indem sich transparent, vorbehaltlos und wirksam über Risiken ausgetauscht werden kann.
  • Es soll ein Verfahren zum Umgang und zur Weiterentwicklung der Risikokultur eingerichtet werden in dem alle Hierachiestufen (alle Mitarbeiter:innen) berücksichtigt werden.

Das Financial Stability Board hatte sich bereits 2014 mit einer möglichen Operationalisierung zur Umsetzung der Risikokultur befasst[1]. Diese Vorschläge gelten weiterhin und wurden in der Praxis bereits erprobt. Die vier Indikatoren stellen sich zusammengefasst wie folgt dar.

  1. Tone from the Top: Der Vorstand/Geschäftsleitung hat die Risikokultur zu definieren, zu dokumentieren und aufzuzeigen und als Prozess zu etablieren.
  2. Accountability: Vorstand/Geschäftsleitung sowie das Führungsteam haben sicherzustellen, dass ein Risikobewusstsein in der gesamten Organisation angemessen implementiert ist.
  3. Communication & Challenges: Eine offene Führungs- und Fehlerkultur ist einzurichten und weiterzuentwickeln
  4. Incentives: Agieren der Mitarbeite:innen innerhalb von festgelegten Risikotoleranzen durch materielle und immaterielle Anreize.

Im Rahmen der Konsultation der 7. MaRisk Novelle haben die Verbände und Fachgremien[2] diese vier Indikatoren erörtert und sogar einen weiteren Indikator „Adaptability“ in die Umsetzungsplanungen mit aufgenommen.

Adaptability“ bedeutet dabei, dass im Rahmen der Implementierung auch die technischen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen im Umfeld des Instituts zu berücksichtigen sind.

Ausgehend von den vier Indikatoren des Financial Stability Boards, den Anforderungen aus der 7.MaRisk Novelle zur Risikokultur und den Erörterungen in Verbänden und Fachgremien („Adaptability“) hat PwC fünf Module entwickelt, die helfen sicherzustellen, dass eine nachhaltige und angemessene Risikokultur implementiert werden kann.

5 Module zur Sicherstellung einer nachhaltigen und dauerhaften Risikokultur, die durch Tools unterstützt werden 

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Wir unterstützen Sie gerne!


  1. https://www.fsb.org/wp-content/uploads/140407.pdf
  2. VÖB-Erfahrungsaustausch zur Risikokultur und zu nicht-finanziellen Risiken am 01. Juni 2023

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Matthias Eisert

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