Transitionspläne als Schlüssel für effektive Transformation
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Als Teil unserer Interview-Blogreihe „Die Rolle des Finanzsektors in der Nachhaltigkeitstransformation“ habe ich Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer, BVI interviewt.
Am 30.03 ist unser Whitepaper „Innovation und Resilienz: Die Rolle des Finanzsektors in der Nachhaltigkeitstransformation“ veröffentlicht worden. Im Rahmen der Erstellung haben wir zahlreiche Expert:innen-Interviews geführt, um unterschiedliche Perspektiven aus der Branche einzufangen. Diese wertvollen Einblicke möchten wir in einer begleitenden Interview-Blogreihe teilen und damit einen tieferen Blick hinter die Rolle von Finanzunternehmen als Kapitalgeber, Investor, Risikomanager, Innovationstreiber und Berater ihrer Kunden bei der Transformation ermöglichen.
Im Interview betont Thomas, dass transparente Transitionspläne auf Basis von wissenschaftlich fundierten Zielen und belastbaren Annahmen für Fondsgesellschaften ein zentraler Baustein seien, um Risiken zu managen, Investitionschancen zu erkennen und eine Outperformance für Anleger zu erzielen.
Wo sehen Sie die Rolle des Finanzsektors in der Nachhaltigkeitstransformation?
Für die Transformation sind erhebliche Investitionen in Wirtschaft und öffentliche Infrastruktur erforderlich. Allein kann der Staat das nicht stemmen. Deshalb wird privates Kapital benötigt. Investoren wie Altersvorsorgeeinrichtungen, Versicherer, Kirchen oder Stiftungen suchen solche Investitionen. Fonds bringen Kapital und Projekte zusammen.
Über welche Kanäle, Produkte und Dienstleistungen können Finanzunternehmen (Banken, Versicherer, Asset Manager) ihren Kunden und Geschäftspartnern ihre Risikoexpertise für die Nachhaltigkeitstransformation zur Verfügung stellen?
Die Risikoexpertise der Fondsgesellschaften fließt über die Fundamentalanalyse bereits heute in die Bewertung der Transformationspotenziale von Unternehmen ein. Fondsmanager nutzen zudem ihren Einfluss als Aktionäre oder Gläubiger, um auf wirtschaftlich sinnvolle Fortschritte im Sinne der nachhaltigen Transformation bei ihren Portfoliounternehmen hinzuwirken. Die geplante Reform der EU-Offenlegungsverordnung bietet die Chance, dass endlich ein praxistauglicher Rahmen für Fondsmanager und Anleger geschaffen wird. Der Vorschlag der EU-Kommission, auf Transformation ausgerichtete Anlagestrategien im Rahmen von Produktkategorien zur Nachhaltigkeit anzuerkennen, ermöglicht es, in Unternehmen zu investieren, die sich glaubwürdig auf dem Weg zur Nachhaltigkeit befinden.
Welche Rolle spielen transparente Transitionspläne von Finanz und Industrieunternehmen für Planungssicherheit und erhöhte Wettbewerbsfähigkeit von Finanzinstituten?
Transparente Transitionspläne auf Basis von wissenschaftlich fundierten Zielen und belastbaren Annahmen sind für Fondsgesellschaften ein zentraler Baustein, um Risiken zu managen, Investitionschancen zu erkennen und eine Outperformance für Anleger zu erzielen. Fondsgesellschaften können auf dieser Grundlage Kapital gezielt in glaubwürdige Transformationsunternehmen lenken, ohne sich dem Vorwurf der Grünfärberei auszusetzen
Weiterführende Links:
- Hybride International Sustainable Finance Conference am 9.6. in Frankfurt
- Whitepaper: Innovation und Resilienz: Die Rolle des Finanzsektors in der Nachhaltigkeitstransformation
- Blogbeitrag: Wie Klimarisiken die Versicherbarkeit gefährden
- Blogbeitrag: Der Finanzsektor als Innovationsmotor, Risikopartner und Transitionstreiber
- Blogbeitrag: Innovation und Resilienz: Die Rolle des Finanzsektors in der Nachhaltigkeitstransformation
- Blogbeitrag: Transformation vorantreiben: Was Finanzinstitute von ihren Kunden brauchen
- Blogbeitrag: Die Chancen in der Finanzierung der Transformation aus Bankensicht
- Blogbeitrag: Biodiversitätsverlust als systemisches Risiko für Unternehmen und Finanzinstitutionen
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