Wie Kommunen und Energieversorger die Energiewende ihren Bürger:innen und Kunden aufs Dach bringen

Steigende Energiepreise, ambitioniertere Nachhaltigkeitsziele und politischer Druck lassen die Anforderungen an Städte, Kommunen und Energieversorger steigen.

Zur Beschleunigung der Energiewende werden schrittweise regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen, um Bürger:innen zur intensiven Mitgestaltung einer zukunftsweisenden Energieversorgung anzuregen.

Dabei bringen Mieterstrommodelle mit den nun deutlich verbesserten Förderungen ein Stück Unabhängigkeit von den steigenden Energiepreisen zu den Bürger:innen. Gleichzeitig können auch Immobilieneigentümer:innen und Anlagenbetreiber:innen in mehreren Punkten profitieren. Mieterstrom stellt eine win-win Situation für alle Beteiligten dar, bleibt aber dennoch eine anspruchsvolle Dienstleistung, die aufgrund kontinuierlicher Weiterentwicklungen des Förderregulativs stets flexibel gestaltet werden sollte.

Derzeit beschleunigen im Wesentlichen drei Treiber die Umsetzung von Mieterstromprojekten:

  • Die steigenden Stromkosten, die gesetzliche Förderung und entfallenden Umlagen innerhalb der Kundenanlage verbessern die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Umsetzung von Mieterstrominitiativen für alle Stakeholder.
  • Mieterstrommodelle lassen Kommunen und Energieversorger sichtbare Maßnahmen in Hinblick auf die Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele ergreifen. Beispielsweise werden bei Energieversorgern Mieterstromanlagen bei der Bewertung der ESG-Kriterien positiv berücksichtigt.
  • Mieterstromprodukte zeichnen sich durch ihre hohe technische Flexibilität und ihr Cross-Selling Potenzial aus.

Die operative Umsetzung über 3 Wertschöpfungsstufen

Ein Mieterstromprodukt umfasst mindestens drei Wertschöpfungsstufen vom Bau der Mieterstromanlage über den Betrieb bis hin zum Vertrieb des Mieterstromproduktes. Um ein attraktives und marktgängiges Produkt zu gestalten, sind einige Erfolgsfaktoren zu beachten.

Bereits beim Bau der Mieterstromanlage ist eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Stakeholdern (Kommune, WoWi, Solartechnik-Firmen und EVU) zu gestalten. Dabei gilt es, neben einer bedarfsgerechten Planung der Anlagenkapazität auch die wirtschaftliche Implementierung des Messkonzepts zu gewährleisten.

Der reibungslose Betrieb der Mieterstromanlage als langfristiger Kernprozess des Mieterstromproduktes erfordert eine zuverlässige Zusammenarbeit mit und Steuerung von Dienstleistern.

Für Vertrieb, Messung und Abrechnung von Mieterstrom ist eine schrittweise wirtschaftliche Digitalisierung der Prozesse entscheidend. Ein skalierbares Mieterstromprodukt zeichnet sich durch eine hohe „Mitmachquote“ der Mietparteien aus. Ein überzeugendes und nutzerfreundliches digitales Tooling (Mieterstrom-Portale, Apps etc.) rundet das Mieterstromprodukt ab.

PwC begleitet skalierbare Mieterstromprodukte von der Regulatorik über die Konzeption bis hin zur Digitalisierung.

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Ansprechpartner:
Alexander Bräuer

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Partner, Leiter Energiewirtschaft
München

Tel.: +49 89 5790-5530

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