30. Netzwerktreffen women&energy
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16 Jahre women&energy, 30 Netzwerktreffen, über 1.000 Teilnehmerinnen: Unser energiegeladenes Frauennetzwerk feiert Jubiläum.
Ein Rückblick auf das Event mit Gastgeberin TenneT Germany, die Geschichte des Netzwerks – und warum starke Verbindungen unter Frauen die Energiebranche voranbringen.
Was als Austauschplattform für Frauen in der Energiebranche begann, ist heute ein starkes Netzwerk aus Macherinnen, Impulsgeberinnen und Entscheiderinnen. Am 25. Juni 2026 haben wir beim 30. Netzwerktreffen bei TenneT Germany in Lehrte bei Hannover dieses besondere Jubiläum gefeiert – mit rund 60 Teilnehmerinnen, spannenden Diskussionen und jeder Menge Energie.
Ein Rückblick auf das 30. Netzwerktreffen: Im Spannungsfeld Stromnetz
Das Jubiläumstreffen stand ganz im Zeichen des Stromnetzes der Zukunft – ein Netz, das mit wachsender Nachfrage, neuen Flexibilitäten und dynamischen Marktmechanismen Schritt halten muss. TenneT Germany als einer der zentralen Übertragungsnetzbetreiber Deutschlands bot dafür den perfekten Rahmen.
Unsere Highlights:
- Ein exklusiver Blick in die Schaltleitung von TenneT, wo die Stromnetzüberwachung für Norddeutschland zusammenläuft. Ein beeindruckendes Erlebnis, das die Komplexität der täglichen Netzsteuerung greifbar machte.
- Keynotes und eine praxisnahe Paneldiskussion zum „Spannungsfeld Stromnetz" zeigten, wo die größten Herausforderungen liegen und warum es jetzt klare Entscheidungen und Tempo braucht.
- Die Besichtigung der Firmenzentrale von enercity in Hannover am Vortag ließ uns nachhaltige Architektur hautnah erleben.
- Mareike König stärkte in ihrem Workshop den Blick für persönliche Präsenz – mit inspirierenden Impulsen, praxisnahen Übungen und wertvollen Denkanstößen für den Alltag.
Von der Idee zum Netzwerk: Die Geschichte von women&energy
Als Dr. Nicole Elert 2010 das Netzwerk „women&energy – Das energiegeladene Frauennetzwerk!" ins Leben rief, bestand ein riesiger Handlungsbedarf: Frauen waren in Führungspositionen der Energiewirtschaft stark unterrepräsentiert. Daran hat sich bis heute etwas, aber noch zu wenig geändert – unsere aktuelle Studie „Frauen in der Energiewirtschaft" zeigt, dass Ende 2024 nur 14,3 Prozent der Führungskräfte in der Energiebranche weiblich sind. Die viel zitierte „gläserne Decke" wirkt nach wie vor (PwC, 2025). Umso wichtiger ist es, dass Netzwerke wie women&energy diesem Missverhältnis mit fachlichem Austausch, gegenseitiger Förderung und konkreter Sichtbarkeit aktiv entgegen treten.
16 Jahre, 30 Treffen, zahlreiche Gastgeberinnen – ein Überblick
Die ersten Treffen fanden ausschließlich in unseren PwC-Niederlassungen in Düsseldorf und Frankfurt statt. Themen wie die Energiewende, die Branche im Wandel oder die „Spielregeln der Macht" standen auf der Agenda. Dann wuchs etwas Besonderes: Aus dem Netzwerk heraus entstand die Idee, dass Teilnehmerinnen selbst als Gastgeberinnen fungieren und ihre Unternehmen öffnen. Dieser Schritt war ein Wendepunkt. Er machte women&energy zu dem, was es heute ist: ein Netzwerk, das von seinen Mitgliedern getragen und aktiv mitgestaltet wird.
Die Vielfalt der Themen und Gastgeberinnen spiegelt die Dynamik der Energiebranche wider:
| Phase | Zeitraum | Themen (Auswahl) | Gastgeberinnen & Orte |
| Gründungsphase | 2010–2013 | Vorstellung des Netzwerks, Energiewende, „Die Stimme des Netzwerks", Grenzen überschreiten | PwC Niederlassungen Düsseldorf & Frankfurt |
| Öffnung nach außen | 2014–2017 | Spielregeln der Macht, branchenübergreifende Impulse | Stadtwerke Düsseldorf, Stadtwerke München, Uniper SE, Energieversorgung Offenbach, DB Systems |
| Thematische Vertiefung | 2018–2021 | Digitaler Wandel, Green Deal als Transformationsprojekt, Energiezukunft gestalten | 50Hertz Berlin, EWE Netz Oldenburg, EnBW Karlsruhe, bdew Berlin |
| Strategischer Fokus | 2022–2026 | Energie- und Klimapolitik, Resilienz und Agilität, Energiewende in neuen Geschäftsfeldern, E-Mobilität, Digitalisierung & Diversität, Spannungsfeld Stromnetz | envia Mitteldeutsche Energie, Unigy Essen, E.ON Drive, Enpal Berlin, TenneT Germany |
Von Düsseldorf über München, Frankfurt, Berlin, Essen und Oldenburg bis nach Leipzig und Lehrte – women&energy ist heute in der gesamten Republik zu Hause.
Warum Netzwerke für Frauen in der Energiebranche unverzichtbar sind
Dass professionelle Netzwerke Karrieren beschleunigen, ist keine neue Erkenntnis. Studien belegen konsistent: Wer gut vernetzt ist, erhält schneller Zugang zu Informationen, wird häufiger für Positionen empfohlen und entwickelt ein stärkeres berufliches Selbstverständnis. Für Frauen in männerdominierten Branchen gilt das in besonderem Maße.
In der Energiewirtschaft zeigt sich das sehr deutlich: Die Leitungsebenen sind nach wie vor männlich dominiert. In technisch geprägten Bereichen rücken Frauen nur selten in Führungspositionen auf. Gleichzeitig sind historisch gewachsene Strukturen und informelle Netzwerke in der Branche oft mit erhöhten Eintrittsbarrieren für Frauen verbunden (PwC, 2025)
Genau hier setzt women&energy an. Als branchenspezifisches Frauennetzwerk bietet es das, was allgemeine Business-Netzwerke oft nicht leisten können:
- Fachlichen Austausch auf Augenhöhe: Im Fokus stehen energiewirtschaftliche Themen – vom Stromnetz über E-Mobilität bis zu Regulierung und Digitalisierung. Es geht um Inhalte, nicht um Klischees.
- Sichtbarkeit und Vorbilder: Wenn Geschäftsführerinnen, Vorständinnen und Führungskräfte aus allen Bereichen der Energiewirtschaft zusammenkommen, entsteht Sichtbarkeit – füreinander und nach außen.
- Zugang zu Entscheidungsträgerinnen: Das Netzwerk bringt gezielt Frauen zusammen, die gestalten, entscheiden und verändern. So entstehen Geschäftsbeziehungen, Kooperationen und Karrierechancen.
- Gegenseitige Unterstützung und Empowerment: In einer Branche, in der Frauen nach wie vor die Ausnahme in Führungsrollen sind, ist der Rückhalt einer starken Community von unschätzbarem Wert.
Ein Zitat der Gründerin
„Als ich women&energy 2010 gegründet habe, war mir klar: Die Energiewirtschaft braucht nicht nur weibliche Fachkompetenz, sondern auch starke Verbindungen unter Frauen, die diese Branche mitgestalten. 30 Netzwerktreffen und über 1.000 Netzwerkerinnen später sehe ich: Der Austausch auf Augenhöhe, das gegenseitige Empowerment und die fachliche Tiefe unserer Treffen machen einen echten Unterschied. Während die Energiewende die Unternehmenslandschaft dynamischer und komplexer gestaltet und zahlreiche neue Führungspositionen entstehen, dürfen wir nicht nachlassen. Frauen gehören in diese entscheidenden Rollen – und women&energy wird weiter daran arbeiten, genau das zu fördern."
Unser Fazit
Die Energiewende braucht Zusammenarbeit, Austausch und Menschen, die mutige Entscheidungen treffen. Genau dafür steht unser Frauennetzwerk women&energy seit 2010 – und dass nach dem 30. Netzwerktreffen bei TenneT bereits das nächste Event im November bei der Deutschen Börse in Frankfurt in Vorbereitung ist, beweist: Dieses Netzwerk lebt, wächst und bewegt.
Wir sagen Danke an TenneT Germany, enercity, alle Speakerinnen, Panelistinnen, Gastgeberinnen der vergangenen 15 Jahre und unsere großartige Community rund um Dr. Nicole Elert.
Sie möchten Teil von women&energy werden? Wir freuen uns über Ihr Interesse – nehmen Sie Kontakt auf und werden Sie Teil des Netzwerks.
Hier finden Sie weitere Informationen zu women&energy.
Hier kommen Sie zur Studie Frauen in der Energiewirtschaft: Gleichberechtigung, Führungsstrukturen, Zukunftsperspektiven.
Ansprechpartnerin
Sylvia Friedrichs