Knappe Bevölkerungsmehrheit will die digitale Brieftasche

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Digitale Identitätsnachweise werden bekannter, doch ihre Nutzung bleibt bislang begrenzt: 73 Prozent der Menschen in Deutschland kennen die eID-Funktion des Personalausweises, aber nur 20 Prozent haben sie bereits genutzt.

Deutlich größer ist das Interesse an einer digitalen Brieftasche auf dem Smartphone. 52 Prozent würden Dokumente wie Personalausweis, Führerschein, Impfpass und Gesundheitskarte zentral in einer App speichern. Das zeigt eine PwC-Befragung unter 2.000 Verbraucher:innen.

Besonders hoch ist die Zustimmung bei den 25- bis 34-Jährigen: 76 Prozent von ihnen würden eine solche App nutzen. Bei den über 65-Jährigen liegt der Anteil bei 37 Prozent. Die Ergebnisse verdeutlichen damit deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen, zugleich aber auch ein grundsätzlich breites Interesse an einer digitalen Lösung.

Als wichtigste Vorteile nennen die Befragten die Bequemlichkeit (26 Prozent) und die jederzeitige Verfügbarkeit der Dokumente (23 Prozent). Gleichzeitig bleiben Sicherheitsbedenken ein zentrales Hemmnis: Viele Menschen sorgen sich vor Hackerangriffen und Identitätsdiebstahl. Für die Akzeptanz der digitalen Brieftasche werden daher ein verlässlicher Schutz persönlicher Daten und eine einfache Nutzung entscheidend sein.

Bei der Frage nach geeigneten Herausgebern setzen die Verbraucher:innen vor allem auf Banken und Behörden. Damit eine digitale Brieftasche im Alltag breite Akzeptanz findet, müssen diese Institutionen Vertrauen schaffen und Sicherheitsanforderungen transparent erfüllen.

Ab dem 2. Januar 2027 soll der Personalausweis zur Identifizierung direkt auf dem Smartphone nutzbar sein. Die Befragung zeigt: Das Potenzial für digitale Identitätslösungen ist vorhanden – für ihren Erfolg werden jedoch Nutzerfreundlichkeit, Sicherheit und vertrauenswürdige Anbieter entscheidend sein.

Ansprechpartner:
Johannes Jahnke

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