Deutsche Städte kommen auf dem Weg zur digitalen Daseinsvorsorge gut voran

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Seit vielen Jahren sponsort PwC Deutschland den Smart City Index von Bitkom e. V., dem Verband der Informations- und Telekommunikationsbranche in Deutschland.

Der Index vergleicht jährlich alle 83 Großstädte in Deutschland in den Kategorien Verwaltung, Energie, IT und Kommunikation, Mobilität, Gesellschaft und Bildung – anhand von mehr als 13.000 Datenpunkten. Der Bitkom Smart City Index bringt Transparenz darüber, wie sich die Städte bei der Digitalisierung entwickeln. Der aktuelle Index ist im September 2025 erschienen.

Im Ranking der digital fortschrittlichsten Städte belegen traditionell die Metropolen die ersten Plätze – so auch in diesem Jahr: Auf den ersten beiden Rängen sind, wie im Vorjahr, München und Hamburg. Auf Platz 3 kommt Stuttgart (+4 Plätze ggü. 2024). Aufsteiger des Jahres ist Hannover – die niedersächsische Landeshauptstadt verbesserte sich um erstaunliche 34 Plätze.

Auch viele kleinere Großstädte sowie Kleinstädte investieren massiv in Innovationen und Technologien für die Daseinsvorsorge: beispielsweise in digitale Energie- und Wärmeplanung, Umweltsensoren und Klimadashboards (beispielsweise für wirkungsstärkere Reaktionen auf Hochwasser und Starkregen sowie für Hitzeinseln) sowie in Künstliche-Intelligenz-Nutzung für eine effizientere Verwaltung. Das verbessert die Lebensqualität der Bürger:innen spürbar und führt zu schnelleren Genehmigungen für Unternehmen und weniger Routineaufgaben bei Verwaltungsmitarbeiter:innen.

Etliche zunächst als Pilotprojekte geplante Datenplattformen und digitale Zwillinge kommen mittlerweile für originäre kommunale Aufgaben zum Einsatz – etwa im Katastrophenschutz, in der Energie- und Wasserversorgung, der Wohnraumplanung und der öffentlichen Verkehrsplanung. Das zeigt: Die Zeit ist reif, solche Neuerungen nicht länger als einmalig finanzierte Projekte zu sehen, sondern die erprobten Technologien in eine reguläre, langfristige Nutzung durch Kommunalverwaltungen und Kommunalbetriebe zu überführen.

Nicht auf Fördermittel warten

Natürlich kostet der Einsatz fortschrittlicher Technologien Geld. Und die Haushaltslage der deutschen Kommunen ist schwierig. Viele Städte warten daher auf Fördermittel von Bund und Ländern. Allerdings überwiegen die  langfristigen Effizienzgewinne und Einsparungen die anfänglichen Investitionen deutlich. Auf Fördermittel zu warten lohnt sich deshalb nicht; Städte und Kommunen sollten unabhängig von Fördermitteln schnell und konsequent in die digitale Daseinsvorsorge investieren. Dass die Investitionen wirken, belegen ganz unterschiedliche Projekte. Mit gezieltem Einsatz von Haushaltsmitteln und fachbereichsübergreifender Zusammenarbeit lassen sich zum Beispiel mehrfache Datenauswertungen verhindern, und Echtzeitdaten beschleunigen die Reaktionsfähigkeit der Verwaltung. Auch viele andere Beispiele zeigen, wie Technologien helfen, Personal- und andere Ressourcen zu schonen.

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