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Steuern & Recht

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    Steuern & Recht

      Bewertung von Arbeitnehmerrabatten als Lohnvorteil


      Mit zwei Urteilen hat der Bundesfinanzhof in 2012 zur Rabattgewährung und speziell zur Höhe des steuerpflichtigen geldwerten Vorteils Stellung genommen. Das Bundesfinanzministerium wendet die darin aufgestellten Rechtsgrundsätze an und erläutert die unterschiedlichen Fallkonstellationen.

      Auch private Pflegedienste von der Umsatzsteuer befreit


      Die gegenwärtigen einschränkenden Regelungen der Umsatzsteuerbefreiung privater ambulanter Pflegedienste verstoßen gegen den Grundsatz der Neutralität, urteilte kürzlich der Europäische Gerichtshof. Der Bundesfinanzhof hat dies in dem konkreten Vorlagefall nun abschließend bestätigt.

      Verpflegungsmehraufwand bei Projektbetreuung eines Unternehmensberaters


      Ein selbständiger Unternehmensberater, der über Monate hinweg wöchentlich zwei bis vier Arbeitstage in dem Betrieb eines Kunden auswärts tätig ist, kann Mehraufwendungen für seine Verpflegung lediglich in den ersten drei Monaten dieser Auswärtstätigkeit geltend machen. Nur eine mindestens vierwöchige Unterbrechung der Tätigkeit führt zum Neubeginn der Dreimonatsfrist.

      Entschädigung bei unangemessen langem Gerichtsverfahren


      Wird ein Finanzgericht in einem Klageverfahren zwischen dem Eingang des letzten Schriftsatzes eines der Beteiligten und der Anberaumung der mündlichen Verhandlung fünfeinhalb Jahre lang nicht tätig, ist die Verfahrensdauer als unangemessen anzusehen mit der Folge eines Entschädigungsanspruchs des Klägers.

      Zeitpunkt der Rückstellungsbildung für künftige Emissionsverpflichtung


      Eine behördliche Anweisung, nach der Altanlagen einen festgelegten Emissionswert ab einem bestimmten späteren Zeitpunkt einhalten müssen, führt nicht dazu, dass die Verpflichtung zur Wahrung des Grenzwerts rechtlich auch bereits vor Ablauf dieses Zeitpunkts entsteht. Demzufolge darf zu den vorherigen Bilanzstichtagen auch (noch) keine Rückstellung bilanziert werden.

      Teilabzugsverbot für laufende Aufwendungen bei Nutzungsüberlassung


      Auf Aufwendungen anlässlich einer Nutzungsüberlassung von Wirtschaftsgütern, die zum Betriebsvermögen des Gesellschafters einer Kapitalgesellschaft gehören, kann das Teilabzugsverfahren zwar grundsätzlich zur Anwendung kommen, nicht allerdings wenn die Aufwendungen vorrangig durch voll steuerpflichtige Einnahmen veranlasst sind. Bei gesellschaftsrechtlicher Nutzungsüberlassung kann das Teilabzugsverbot auch dann greifen, wenn keine Einnahmen vorliegen, weil der so gewährte Nutzungsvorteil in der Regel den ausschüttungsfähigen Gewinn der Gesellschaft erhöht.

      Keine Zurechnung von Organeinkommen bei unterjährigem Gesellschafterwechsel


      Das Organ-Einkommen ist entsprechend dem allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel nur denjenigen Gesellschaftern einer Organträger-Personengesellschaft zuzurechnen, die im Zeitpunkt der Einkommenszurechnung (am Ende des Wirtschaftsjahres) an der Organträgerin beteiligt sind.