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Steuern & Recht

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    Steuern & Recht

      Lohnsteuerpauschalierung nicht nur bei freiwilligen Zusatzleistungen des Arbeitgebers


      Hinsichtlich der Lohnsteuerpauschalierung von Zusatzleistungen hat der Bundesfinanzhof jüngst entschieden, dass diese Leistungen auf freiwilliger Basis erfolgen müssen. Das Bundesfinanzministerium wendet diese verschärfende Regel jedoch nicht über den entschiedenen Einzelfall hinaus an.

      Abfärbewirkung bei teilweiser Vermögensverwaltung gilt für sämtliche Einkünfte


      Der Bundesfinanzhof beschäftigte sich mit der Frage, ob in den Jahren 1998 bis 2000 eine Betriebsaufspaltung vorlag und welche Rechtsfolgen entstehen, wenn die Personengesellschaft (Besitzgesellschaft) das Betriebsgrundstück zum Teil auch an fremde Dritte vermietet und einer der Gesellschafter seinen Anteil an der Personengesellschaft später auf seine Kinder überträgt.

      Keine Werbungskosten bei Aufwendungen zur Sicherung der Darlehensrückzahlung


      Schaltet der Gläubiger einer Darlehensforderung einen Vermittler ein, um sein Kapital und die noch ausstehenden Zinsen zu erhalten und verpflichtet er sich im Gegenzug, die Zinsen bei Zahlung unverzüglich an den Vermittler weiterzuleiten, so kann er diese nicht als Werbungskosten abziehen.

      Bewertung von Arbeitnehmerrabatten als Lohnvorteil


      Mit zwei Urteilen hat der Bundesfinanzhof in 2012 zur Rabattgewährung und speziell zur Höhe des steuerpflichtigen geldwerten Vorteils Stellung genommen. Das Bundesfinanzministerium wendet die darin aufgestellten Rechtsgrundsätze an und erläutert die unterschiedlichen Fallkonstellationen.

      Auch private Pflegedienste von der Umsatzsteuer befreit


      Die gegenwärtigen einschränkenden Regelungen der Umsatzsteuerbefreiung privater ambulanter Pflegedienste verstoßen gegen den Grundsatz der Neutralität, urteilte kürzlich der Europäische Gerichtshof. Der Bundesfinanzhof hat dies in dem konkreten Vorlagefall nun abschließend bestätigt.

      Verpflegungsmehraufwand bei Projektbetreuung eines Unternehmensberaters


      Ein selbständiger Unternehmensberater, der über Monate hinweg wöchentlich zwei bis vier Arbeitstage in dem Betrieb eines Kunden auswärts tätig ist, kann Mehraufwendungen für seine Verpflegung lediglich in den ersten drei Monaten dieser Auswärtstätigkeit geltend machen. Nur eine mindestens vierwöchige Unterbrechung der Tätigkeit führt zum Neubeginn der Dreimonatsfrist.

      Entschädigung bei unangemessen langem Gerichtsverfahren


      Wird ein Finanzgericht in einem Klageverfahren zwischen dem Eingang des letzten Schriftsatzes eines der Beteiligten und der Anberaumung der mündlichen Verhandlung fünfeinhalb Jahre lang nicht tätig, ist die Verfahrensdauer als unangemessen anzusehen mit der Folge eines Entschädigungsanspruchs des Klägers.

      Zeitpunkt der Rückstellungsbildung für künftige Emissionsverpflichtung


      Eine behördliche Anweisung, nach der Altanlagen einen festgelegten Emissionswert ab einem bestimmten späteren Zeitpunkt einhalten müssen, führt nicht dazu, dass die Verpflichtung zur Wahrung des Grenzwerts rechtlich auch bereits vor Ablauf dieses Zeitpunkts entsteht. Demzufolge darf zu den vorherigen Bilanzstichtagen auch (noch) keine Rückstellung bilanziert werden.

      Teilabzugsverbot für laufende Aufwendungen bei Nutzungsüberlassung


      Auf Aufwendungen anlässlich einer Nutzungsüberlassung von Wirtschaftsgütern, die zum Betriebsvermögen des Gesellschafters einer Kapitalgesellschaft gehören, kann das Teilabzugsverfahren zwar grundsätzlich zur Anwendung kommen, nicht allerdings wenn die Aufwendungen vorrangig durch voll steuerpflichtige Einnahmen veranlasst sind. Bei gesellschaftsrechtlicher Nutzungsüberlassung kann das Teilabzugsverbot auch dann greifen, wenn keine Einnahmen vorliegen, weil der so gewährte Nutzungsvorteil in der Regel den ausschüttungsfähigen Gewinn der Gesellschaft erhöht.